Manfred Evensen tritt seinen Ruhestand an

Die ganz großen Ferien

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Der letzte Schultag vor den Ferien ist der kommende Mittwoch für die Schüler der Carl-Prüter-Schule – für deren Leiter Manfred Evensen der letzte Schultag im Berufsleben.

Sulingen - Für die alte Weisheit, dass nichts so beständig ist wie der Wandel, kann man Manfred Evensens Berufslaufbahn als Lehrer und Schulleiter hervorragend als Beleg nutzen. So benannte sich in seiner Amtszeit die Realschule Sulingen in „Carl-Prüter-Schule“ um, „fusionierte“ mit der Hauptschule zur Oberschule und zog von der Straße „Am Deepenpool“ an die Edenstraße.

Der nächste Wandel steht Mittwoch an, er ist persönlicher Natur: Der letzte Schultag vor den Sommerferien ist für Manfred Evensen der letzte Schultag im Berufsleben, das sich in den vergangenen 16 Jahren in Sulingen abgespielt hat.

Evensen stammt gebürtig aus Hannover, „da habe ich auch studiert und anschließend trat ich meine erste Stelle in Uchte an.“ War Lehrer sein Wunschberuf? „Das bin ich zielorientiert angegangen“, formuliert es der 65-Jährige schmunzelnd. Schon in seiner Zeit in Uchte – 1974 bis 1995 – ging es mit dem „stetigen Wechsel“ los: Ein halbes Jahr unterrichtete er an der Hauptschule, dann wechselte er zur Orientierungsstufe, die neu eingerichtet wurde, arbeitete auch an der Realschule, wo er kurze Zeit Konrektor war. „Ich war damals schon öfter in Sulingen. Im schönen Kaufhaus Ranck...“ 1988 übernahm Manfred Evensen die Leitung der Grundschule, wechselte 1995 zur Realschule in Liebenau.

1999 übernahm er die Leitung der Realschule in Sulingen: „Ich war neugierig, weil die Stelle zum zweiten Mal ausgeschrieben wurde. Außerdem war ich öfter in Sulingen, kannte den Leiter der Hauptschule. Ein gewisser Wolfgang Deiß“, ergänzt Evensen lachend. Sie beide verfolgten seit 2009 die Idee, die Real- und die Hauptschule zusammenzulegen. „Zu einer Zeit, als der Begriff ‚Oberschule‘ noch nicht existierte.“ Der tauchte erst ein Jahr später im politischen Raum auf. 2012 wurde die „Fusion“ vollzogen – angesichts der Tatsache, dass die Umbautätigkeit am Standort Edenstraße noch nicht abgeschlossen war, sei es gut gewesen, das nicht zu übereilen.

Im Rückblick stellt Manfred Evensen fest, dass der stetige Wechsel auch in der Bildungspolitik des Landes zu finden ist. Reform auf Reform, hatte man eine neue Struktur mit Leben gefüllt, kam die nächste. Was die Schüler anbelangt, sei eine wesentliche Veränderung, dass sie immer ich-bezogener geworden sind, „es kommen heute sehr viele aus Ein-Kind-Familien.“ Die Vermittlung von Sozialkompetenz sei eine der Hauptaufgaben von Schule geworden.

Pläne für den Ruhestand? „Ich habe endlich mehr Zeit für meine Hobbies, vor allem die Eisenbahn. Da habe ich unter anderem eine große Modellanlage, die darauf wartet, fertig gestellt zu werden. Das wird vier, fünf Jahre dauern.“ Evensen hat einen erwachsenen Sohn. Seine Ehefrau, Sandra Schenck, ist ebenfalls Schulleiterin – in Uchte.

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