„Löwen“ stützen „Zugvogel“

25.000 Euro: Lions Clubs geben dem zukünftigen Hospiz Starthilfe

Ortstermin am Mittwoch in den zukünftigen Räumen des Hospizes am Wiesenweg: Torsten Blietschau, Marc Steen und Ralf Röhr (alle vom Lions Club Sulinger Land) mit Dr. Claudia Kemper und Petra Brackmann (von links). - Foto: Schlotmann

Sulingen - Dass Präsident Marc Steen, Torsten Blietschau und Ralf Röhr vom Lions Club Sulinger Land Mittwoch auf ihrem Weg zum zukünftigen Hospiz Zugvogel Stolperfallen umgehen mussten, störte am Ende niemanden. Die Freude an der Botschaft, die die „Löwen“ für Einrichtungsleiterin Petra Brackmann und Dr. Claudia Kemper als Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft überbrachten, überwog: Der Lions Club Sulinger Land und benachbarte Clubs aus den Landkreisen Diepholz, Nienburg und Verden stellen dem Hospiz eine Spende in Höhe von 25 000 Euro zur Verfügung.

Insgesamt 13 Clubs und das Hilfswerk der Deutschen Lions haben sich laut Marc Steen an der Zonen-Activity und damit an der Zuwendung beteiligt. 13 Clubs, deren Präsidien die Sulinger „Löwen“ laut Torsten Blietschau nicht lange von der Notwendigkeit der Förderung überzeugen mussten. Den Hinweis, dass der Sulinger Club im wahrsten Sinne den „Löwenanteil“ getragen habe, konnten sich Steen, Blietschau und Röhr am Mittwoch bei der Spendenübergabe nicht verkneifen. Ralf Röhr mit Blick auf die Herkunft der Clubs aus den drei Landkreisen: „Tatsächlich entspricht ihre Herkunft dem zukünftigen Wirkungskreis des Hospizes.“

Marc Steen: „Wir sehen im Palliativstützpunkt und dann auch in Zukunft im Hospiz wichtige Einrichtungen in der Stadt. Deswegen begleiten wir das Vorhaben.“ Ralf Röhr spricht von einer Form der Wertschätzung, die man den Menschen, die sich um Schwerstkranke und Sterbende kümmern, zukommen lassen wolle. Die Kontakte zum Palliativstützpunkt seien nicht neu: „Wir wissen um die besondere Situation, der sich der Verein stellt.“ Torsten Blietschau: „Die Werte, die der Palliativstützpunkt und dann auch die Einrichtung Hospiz vertreten, sind Werte, die in vielfältiger Weise auch denen der Lions entsprechen: Leben ist ohne Nächstenliebe sinnlos; insofern ist es die Sache wert, sie zu fördern.“

2,3 Millionen Euro werden aktuell am Sulinger Wiesenweg verbaut.

Laut Claudia Kemper übernehmen die Kostenträger 95 Prozent der Betriebskosten. „Die restlichen fünf Prozent müssen wir selbst erwirtschaften; wohl überwiegend durch Spenden. Insofern ist die Zuwendung der Lions gerade in der Anfangsphase wunderbar, damit wir sicher sein können, einen guten Start zu haben.“ An die 50 000 Euro müsse die Gesellschaft im Jahr an Zuwendungen erwirtschaften. Petra Brackmann: „Uns hilft die Spende, das an Einrichtung und Ausstattung anzuschaffen, was durch die Kassen nicht bezahlt wird.“ Exemplarisch nennt sie unter anderem die Trauerberatung für die Angehörigen.

Laut Brackmann sollen die ersten Patienten an dem Dienstag nach Pfingsten in das Hospiz einziehen. Insgesamt stehen dann acht Plätze zur Verfügung. Die offizielle Einweihung plane man für Freitag, 18. Mai, einen „Tag der offenen Tür“ für Sonnabend, 19. Mai (11 bis 17 Uhr).

„Wir wären gerne schon Anfang Mai an den Start gegangen, aber da hat uns jetzt der Frost einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Einrichtungsleiterin Petra Brackmann. 

 oti

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Trotz Heimpleite: Frankfurt zieht in K.o.-Runde ein

Trotz Heimpleite: Frankfurt zieht in K.o.-Runde ein

US-Sanktionen gegen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2

US-Sanktionen gegen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2

Wir sind die Generation Sandwich, na und?

Wir sind die Generation Sandwich, na und?

Weihnachtsgeschenke gekonnt loswerden

Weihnachtsgeschenke gekonnt loswerden

Meistgelesene Artikel

Kartoffelkrebs grassiert in Barnstorf: Pilzsporen geraten in Kanalisation

Kartoffelkrebs grassiert in Barnstorf: Pilzsporen geraten in Kanalisation

Polizei stoppt Auto wegen kaputtem Bremslicht - am Ende gibt es zwei Strafverfahren

Polizei stoppt Auto wegen kaputtem Bremslicht - am Ende gibt es zwei Strafverfahren

Schikane in Borstel: Bürgermeister weist von Ratsherr gestiftete Bank zurück

Schikane in Borstel: Bürgermeister weist von Ratsherr gestiftete Bank zurück

Bassumer Ehepaar postet 10.000-Euro-Spende auf Facebook - doch RTL-Stiftung weiß von nichts

Bassumer Ehepaar postet 10.000-Euro-Spende auf Facebook - doch RTL-Stiftung weiß von nichts

Kommentare