Lions-Benefizkonzert: Salut Salon beweisen auch Kabarett- und Akrobatiktalent

Musikgenuss im Tierreich

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Mit akrobatischen Einlagen setzte das Quartett dem Abend das Sahnehäubchen auf.

Von Martina Kurth-Schumacher. „Gutes tun und einen schönen Abend verbringen“: Diesem Motto fühlten sich die 446 Gäste des siebten Benefizkonzerts des Lions Clubs Sulinger Land verpflichtet. Im Namen der Sulinger Löwen hieß Präsident Ralf Habighorst am Samstagabend das Publikum im ausverkauften Stadttheater zum Konzert des Quartetts „Salut Salon“ willkommen.

Schon nach den ersten Akkorden war klar: Mit Angelika Bachmann (Violine), Iris Siegfried (Violine), Sonja Lena Schmid (Violoncello) und Olga Shkrygunova (Klavier) stehen vier Ausnahmetalente auf der Bühne, die von einer großen Leidenschaft beseelt sind und denen in puncto Esprit, Kreativität und Musikalität kaum jemand das Wasser reichen kann. Der Name ist Programm: „Salut Salon“ hat sich einer Musikrichtung jenseits der „angestaubten“ Salonmusik verschrieben.

Auftakt des Abends war der „Königliche Einmarsch des Löwen“ aus dem Karneval der Tiere von Camille Saint-Saën. Die Musikerinnen begeisterten mit perfekter Spieltechnik, humoristisch-akrobatischen Einlagen und kabarettistischem Talent. Frische, freche und klare Arrangements sind das Markenzeichen von „Salut Salon“, nicht ohne Respekt vor den Werken großer Meister.

Inspiriert von Camille Saint-Saën titelten sie ihr Programm „Ein Karneval der Tiere und andere zoologische Phantasien“. Den „sicher weidenden Schafen“ von Johann Sebastian Bach setzten sie ebenso ein Denkmal wie dem „Kleinen weißen Esel“ (Jacques Ibert), der Schlange Kaa aus dem Dschungelbuch (Robert und Richard Sherman), den „fliegenden Hummeln“ Nikolai Rimski-Korsakows oder Modest Mussorgskys „Küken in der Eierschale“.

Einer der vielen Höhepunkte war „Der Schwan“ aus dem Karneval der Tiere in Verbindung mit Peter Tschaikowskys Schwanensee: Angelika Bachmann verlieh dem Schwan mit der „Singenden Säge“ Stimme. „Publikumslieblinge“ waren auch die „Hühner und Hähne“ von Camille Saint-Saën. Die Violinen, mit deren Klängen sich Angelika Bachmann und Iris Siegfried gegenseitig „angackerten“, nahmen quasi ein Eigenleben auf.

Die Erkenntnisse des Abends: Klavier kann man auch rücklings auf dem Klavierhocker liegend spielen und Violinisten können mit der einen Hand das Griffbrett bedienen und mit dem Bogen die Saiten des Instruments ihres Partners streichen. Mit akrobatischen Einlagen wie diesen setzte das Quartett dem Abend das Sahnehäubchen auf. Ihr unkonventionelles Konzert bot Hörgenuss auf höchstem Niveau – anspruchsvoller und kurzweiliger hätte der Abend nicht sein können.

Das Konzept des Lions-Benefizabends war ganz im Sinne der vier Musikerinnen, die sich in verschiedenen nationalen und internationalen Projekten ehrenamtlich für Kinder und Jugendliche engagieren. Der Erlös des Abends fließt in die Kassen des Sulinger Tierheims und der Sulinger Flüchtlingshilfe.

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