Leuchtturm für die Seele

Kirchengemeinde feiert ersten Einsatz der neuen Kirchen-Außenbeleuchtung

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Die neue LED-Außenbeleuchtung setzt die Sankt-Nicolai-Kirche stimmungsvoll in Szene.

Sulingen – 75 Gäste folgten am Dienstagabend der Einladung der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sulingen zu einer Andacht in die Sankt-Nicolai-Kirche; Anlass war die Inbetriebnahme der neuen LED-Außenbeleuchtung.

Die Kirche, Mittelpunkt der Stadt, begleite die Menschen seit Jahrhunderten „von der Taufe bis zum Tod“, sagte Dietrich Beverborg (Kirchenvorstand). Nachdem in den 1970er und 1980er Jahren drei Flutlichtstrahler „nicht nur die Kirche erhellt“ hätten, sei die Zeit nun reif gewesen, Sulingens ältestes Bauwerk ins rechte Licht zu rücken. Die Sorgen über die Finanzierung des rund 30 000 Euro schweren Projekts hätten sich als unbegründet erwiesen: „Es war keine große Schwierigkeit, Unterstützer zu begeistern.“

Der Landschaftsverband Weser-Hunte übernahm ein Drittel der Kosten, ein weiteres Drittel finanzierten der Kirchenkreis Diepholz und die Stadt Sulingen. Auch Gemeindeglieder trugen mit ihren Spenden zur Verwirklichung bei; die letzte Lücke schloss die Stiftung „Kirche für Sulingen“. Beverborg lobte das „hervorragende Lichtkonzept“ der Firma Ripke, die das Vorhaben Hand in Hand mit dem Bauunternehmen Witte (Tiefbau) in kürzerer Zeit als geplant und innerhalb des Kostenrahmens umgesetzt hatte: „Das war ausgesprochen erfreulich.“

„Sie sind vorgeprescht! Herzlichen Glückwunsch“, sagte Bürgermeister Dirk Rauschkolb, Schirmherr der Stiftung. Sein Dank galt dem Verwaltungsausschuss für die einstimmige Entscheidung, die Kirchenillumination zu bezuschussen: „Die Kirche ist ein markantes Gebäude und ich bin sicher, dass sich die Beleuchtung gut in ein späteres Gesamtkonzept einfügen wird.“ Im Rahmen der Neukonzeptionierung der Langen Straße habe die Stadt bereits einen Beleuchtungsplan erstellen lassen, Förderanträge seien gestellt.

„Licht und Kirche gehören zusammen“, stellte Pastor Jörg Schafmeyer mit dem Hinweis auf 170 „Lichtworte“ in der Bibel fest. Er freue sich persönlich über die gelungene Illumination des „Sehnsuchtsortes Kirche“, der Licht und Wärme für die Seele verheiße. Schafmeyer: „Ich hoffe, dass Menschen auf diese Weise zu uns finden und sich auch von der ‚Innenbeleuchtung‘ unserer Kirche berühren lassen.“

Kirchenvorstandsvorsitzender Hans-Rudolf Kalus wünschte ein „spannendes Erleuchten“. Sein besonderer Dank galt Dietrich Beverborg, Nina Hartmann, Cord Borchers-Rohde und Pastor Jörg Schafmeyer, die die Arbeiten begleitet hatten.

Ursprünglich sollte die Andacht auf dem Kirchenvorplatz stattfinden, aufgrund des Wetters wurde sie in die Kirche verlegt. Die Inbetriebnahme der LED-Beleuchtung versetzte die Beobachter ins Staunen. Der ergiebige Regentag, an dem „Taufe und Wasser passendere Predigtthemen gewesen wären“ (O-Ton Jörg Schafmeyer), hatte sein Gutes: Dass der Kirchturm einen Schatten auf die Wolken warf, war die Überraschung des Abends.

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