Die ganz großen Ferien

Lehrer-Ehepaar Wilhelmi nimmt Abschied vom Gymnasium Sulingen

Das Lehrer-Ehepaar nimmt gemeinsam Abschied vom Gymnasium Sulingen: Wilhelm und Margot Wilhelmi mit Schulleiterin Dagmar Gerding (von links).
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Das Lehrer-Ehepaar nimmt gemeinsam Abschied vom Gymnasium Sulingen: Wilhelm und Margot Wilhelmi mit Schulleiterin Dagmar Gerding (von links).

Sulingen – Eine „feierliche“ Dienstbesprechung habe jetzt dem Kollegium des Gymnasiums Sulingen den Rahmen geboten, das Lehrer-Ehepaar Margot und Wilhelm Wilhelmi in den Ruhestand zu verabschieden, heißt es in einer Mitteilung der Schulleitung.

Margot Wilhelmi wechselte 2004 im Rahmen der Auflösung der Orientierungsstufen von Loccum an das Gymnasium Sulingen: „Es war ein Gewinn, es war auch eine glückliche Fügung für unsere Schule“, sagte Schulleiterin Dagmar Gerding. Margot Wilhelmi hat ihre Unterrichtsfächer, Englisch und Biologie, bilingual zum englischsprachigen Biologieunterricht ausgebaut. Dafür besuchte sie mehrere Workshops an der Universität Kassel.

Umweltschutzbotschaft als Herzensangelegenheit

2005 nahm sie an der vom Kultusministerium initiierten Auftaktveranstaltung „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ teil. Aus diesem Schulnetzwerk mit Projekten zur Umweltbildung und nachhaltigen Entwicklung erfolgte die Zertifizierung des Gymnasiums als „Umweltschule in Europa“. Es sei Margot Wilhelmi immer eine Herzensangelegenheit gewesen, „den Schülerinnen und Schülern grundlegende Einsichten und Erfahrungen zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und des Klimas zu vermitteln“, würdigte Gerding ihr Engagement. Als Mitglied des Arbeitskreises „LehrerInnen in Schülerfirmen“ und des Netzwerkes „Nachhaltige Schülerfirmen“ baute Margot Wilhelmi die Schülerfirma auf, die nachhaltige Produkte zum Kauf anbot. Der Aufbau der Arbeitsgemeinschaft „Klimascouts“ trage diesem Ansatz ebenso Rechnung: Zusammen mit Arthur Rohlfing vom Sonnenkinder-Projekt habe sie nicht nur die Namib High School in Namibia maßgeblich unterstützt, sondern auch mit Schülern persönlich besucht und damit unterstrichen, dass Nachhaltigkeit auch eine globale Aufgabe ist. „Mit dir geht nicht nur eine sehr engagierte Englisch- und Biologielehrerin in den wohlverdienten Ruhestand, sondern auch unsere vorerst letzte Fachkraft für katholische Religion.“ Es dürfe nicht ihr außerordentliches Engagement als Klassenlehrerin sowie als Prüferin von Grund- und Leistungskursen im Abitur vergessen werden, so Gerding: „Für all das möchte ich dir meine Anerkennung und großen Dank aussprechen.“

Wilhelm Wilhelmi war seit dem 1984 am Gymnasium Sulingen tätig. 1976 begann Wilhelmi das Studium der Fächer Biologie und Chemie für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Marburg. Im Anschluss an das Erste Staatsexamen folgte das Referendariat am Studienseminar Fulda. Nach der Ernennung zum Studienassessor auf Probe am Gymnasium Sulingen erfolgte 1984 die Ernennung zum Studienrat, 1986 wurde er Beamter auf Lebenszeit, 1999 Oberstudienrat, und zwar mit den Aufgabenbereichen Fachobmann Chemie und Sammlungsleitung, Sicherheitsbeauftragter und fächerübergreifender Unterricht Naturwissenschaften.

„Fachschaften Biologie und Chemie wesentlich mitgeprägt“

Als Fachobmann Chemie habe Wilhelm Wilhelmi den Fachbereich in den letzten Jahrzehnten entscheidend weiterentwickelt und geprägt und ihm auch weit über die Schulgemeinschaft hinaus Geltung und Anerkennung verschafft, so Dagmar Gerding. Zahlreiche Erfolge der von ihm betreuten Schülerinnen und Schüler bei Chemiewettbewerben auf Landes-, Bundes- und sogar internationaler Ebene würden das eindrucksvoll belegen. Wilhelmi wurde Anfang der 2000er Jahre Mitglied in der Arbeitsgruppe zur Durchführung des Niedersächsischen Schülerwettbewerbes „Das ist Chemie“, war über viele Jahre mit der Erstellung und Korrektur dieser Aufgaben betraut. Wilhelmi sei zudem „Mitbegründer und Motor“ des Energieprojektes am Gymnasium Sulingen, habe federführend die Kooperation mit „ExxonMobil“ ausgearbeitet. Die Aufnahme der Schule in das nationale Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC trage, ebenso wie die Re-Zertifizierungen, die Handschrift von Wilhelm Wilhelmi. Gerding erwähnte auch seine Mitarbeit am Unterrichtsprojekt „Chemie im Kontext“ mit Kollegen in der Region, aus der sich das regionale Fortbildungsnetzwerk „Chik“ entwickelt habe. Fast durchgängig habe er Prüfungs- und Leistungskurse geleitet und „hervorragend auf das Abitur vorbereitet.“ Auch an gemeinsamen Fahrten mit Fachkolleginnen und -kollegen im Rahmen des Comenius-Projektes nahm er teil.

Dagmar Gerding dankte Wilhelm Wilhelmi für seinen langjährigen Dienst: „Du beendest nun einen Lebensabschnitt, auf den du mit Stolz und großer Zufriedenheit zurückblicken kannst. Du hast durch deine Persönlichkeit, dein Engagement, dein großes Fachwissen und deinen Humor unsere Schule und die Fachschaften Biologie und Chemie wesentlich mitgeprägt und mitgestaltet.“

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