Lebenshilfe: Maiken Buck-Papenhausen, Leiterin „Frühe Hilfen“, tritt ihren Ruhestand an

„Hast Frühförderung stark gemacht“

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Maiken Buck-Papenhausen durfte lobende Worte und viele Geschenke entgegen nehmen, hier von Hannelore Krause, Begründerin der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz.

Sulingen - „Du hast die Frühförderung so stark gemacht, wie wir sie heute vorfinden.“ Das Lob von Karsten Bonke galt bei der Feierstunde am Freitag in den Sulinger Räumen der „Frühen Hilfen“ der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz deren Leiterin Maiken Buck-Papenhausen: Nach 34 Jahren im Einsatz für die Lebenshilfe tritt sie ihren Ruhestand an.

Bonke, Leiter der Tagesbildungsstätten, übernahm die „Laudatio“ in Vertretung des erkrankten Lebenshilfe-Geschäftsführers Michael Lensing. Er fasste die Entwicklung der Frühförderung seit deren Anfängen 1978 zusammen, die wesentlich von Maiken Buck-Papenhausen geprägt wurde – sie nahm ihre Arbeit bei der damaligen Ambulanten Hausfrühförderung 1980 auf. Nach bestandenem Examen an der Medizinischen Hochschule Hannover war sie dort zunächst, bis März 1973,  als Krankenschwester auf der Intensivstation tätig, anschließend, bis August 1974, in der Unfallambulanz am Klinikum Steglitz. Danach arbeitete sie als Angestellte im Erziehungsdienst  im Berliner Kinderheim „Haus Lankwitz“ mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. 1975 bis 1977 absolvierte sie eine berufsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin. Nach der Geburt ihres Sohnes Moritz im Dezember 1979 wechselte Maiken Buck-Papenhausen im März in 1980 in eine Sonderkindertagesstätte – drei Monate später nahm sie ihre Arbeit als Frühförderin  der Ambulanten Hausfrühförderung der Lebenshilfe auf.

„Und du hast schon nach kurzer Zeit das Zepter übernehmen müssen“, stellte Karsten Bonke fest, mit ihrem „Dream-Team“, wie sie die Kolleginnen nannte, entwickelte sie die Frühförderung weiter. 1985 sei es Maiken Buck-Papenhausen gewesen, die es geschafft habe, bei der Lebenshilfe einen Betriebsrat zu installieren. 1989 zog die Einrichtung aus dem Hauptgebäude der Lebenshilfe an der Lindenstraße in den Mühlenhof. „Wir haben im Prinzip eine Hausbesetzung gemacht“, ergänzte Buck-Papenhausen. „Damals hatte die Frühförderung noch keinen Stellenwert.“ 1999 zogen die „Frühen Hilfen“ in den SUN-Park, 2007 wurde eine Außenstelle in Diep-holz gegründet.

„Dich hat geprägt, dass du unermüdlich für Kinder und mit Kindern gearbeitet hast – aber auch mit den Familien“, betonte Bonke. „Ich glaube, für die warst du Beraterin, Feuerwehr und vielleicht auch Freundin.“ Maiken Buck-Papenhausen habe einen extrem hohen fachlichen Anspruch an sich selbst – „aber auch an andere, was für dein Team sicherlich nicht ganz leicht war“, vermutete Bonk lächelnd.

Maiken Buck-Papenhausen durfte noch von weiteren Gratulanten lobende Worte und viele Geschenke entgegen nehmen. Sie bedankte sich herzlich bei ihrem Team, „es hat Spaß gemacht. Ich wünsche mir, dass ihr Martina das gleiche Vertrauen entgegen bringt wir mir.“

Leiterin der Frühen Hilfen wird Martina Sommerei, die seit 1983 als Frühförderin arbeitet, zuletzt in der Frühförderstelle der St. Anna Stiftung in Dinklage. Seit Anfang des Monats ist sie bei der Lebenshilfe beschäftigt.

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