„Lebensgrundlagen der Biene sind gefährdet“

Landfrauen-Kreisverband Grafschaft Diepholz initiiert Pflanzaktionen

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Der Vorstand des Landfrauen-Kreisverbandes Diepholz erörterte mit den Vertretern der Landfrauenvereine Details der Pflanzaktion.

Sulinger Land – 12 000 Landfrauenvereine soll es bundesweit geben, mit an die 500 000 Mitgliedern. Gemein haben die Vereine die Biene als Erkennungszeichen. Wohl nicht ohne Grund: „Wir sind auch fleißige Bienen“, schmunzelt Helma Schütte, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Vorstand des Kreisverbandes Grafschaft Diepholz im Niedersächsischen Landfrauenverband.

Das Symboltier steht im Mittelpunkt der groß angelegten Pflanzaktion, die der Niedersächsische Landfrauenverband gemeinsam mit seinen 39 Kreisverbänden initiiert. Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Landesvereinigung im Jahr 2018 sollen bis Ende dieses Jahres landesweit 700 Bienenweiden gepflanzt werden; zum Teil mit Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung.

Vorsitzende Marita Eschenhorst und Mitstreiterinnen des Kreisverbandes Grafschaft Diepholz erörterten am Dienstagabend im Grünen Zentrum an der Galtener Straße mit den Vertretern der Landfrauenvereine Barnstorf, Diepholz und Sulingen Details. Mit den Planzaktionen wollen die Landfrauen Beiträge zur Verbesserung der Nahrung- und Lebensbedingungen schaffen, erklärt Edda Möhlenhof-Schumann, die seitens der Landwirtschaftskammer die Arbeit der Landfrauen auch im Südkreis Diepholz begleitet. 

Seit Jahren sei deutlich, dass die Lebensgrundlagen für die Hautflügler und gefährdet sind. „Und damit unser ganzes Ökosystem“, so Möhlenhof-Schumann. „Viele Natur- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen.“ Auch der Obst- und Gemüseanbau, die Saatzuchterzeugung und der Gartenbau seien ohne Bienen undenkbar.

Vereinbart ist seit Dienstagabend, dass der Landfrauenverein Barnstorf zwei Beerensträucher an der Grundschule Eydelstedt pflanzt. „Das ist doppelt gut, da davon nicht nur die Bienen profitieren, sondern auch die Schüler, die selbst Hand anlegen und pflücken können und damit erleben, wie diese heimischen Früchte wachsen und schmecken“, heißt es aus der Runde.

Die Mitglieder des Landfrauenvereins Diepholz sind am Heimatmuseum in Aschen verabredet. Dort wird eine Kornelkirsche gepflanzt. „Ein Großstrauch, dessen Blüten im März oder April für erste Nahrung für die schon frühzeitig aktiven Bienen sorgen“, erklärt Edda Möhlenhof-Schumann.

Der Landfrauenverein Sulingen pflanzt einen weißen Sommerflieder, der ab heute am Kindergarten Zauberland am Holunderweg residiert. „Diese Pflanze wird landläufig Schmetterlingsstrauch genannt, da im Sommer die Rispen voller Schmetterlinge hängen“, weiß Alke Spannhake vom Landfrauenverein Sulingen.

An der Geschäftsstelle des Kreisverbandes der Landfrauen im Grünen Zentrum pflanzen sie einen Zierapfel. Marita Eschenhorst: „Wir wollen mit unserer Aktion Anstöße geben – und hoffen auf viele Nachahmer.“

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