Sulinger Arbeitskreis „Tapetenwechsel“ befasst sich mit Gestaltungskonzept

Lange Straße attraktiver machen

Die Bäume könnten Teil eines Multifunktionsbandes zwischen Gehweg und Fahrbahn werden.
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Die Bäume könnten Teil eines Multifunktionsbandes zwischen Gehweg und Fahrbahn werden.

Sulingen – Die Absage kam kurzfristig: Am Montagabend hätte sich der Sulinger Arbeitskreis „Tapetenwechsel“ mit einem neuen Konzept für die Gestaltung der Langen Straße befassen sollen, doch am Vormittag teilte Bürgermeister Dirk Rauschkolb mit, dass der Termin aufgrund der aktuellen Corona-Situation in der Stadt entfalle.

Der Entwurf von Landschaftsarchitekt Wolfgang Hanke vom Planungsbüro „o.9“ aus Minden befasst sich mit Anregungen, um die Attraktivität der Langen Straße zwischen dem Kreisverkehr und der Kirchenkreuzung zu steigern. Dabei rückt er drei Ansätze in den Vordergrund: die Umgestaltung markanter Punkte, die Aufteilung der Straße als Verkehrsraum und die Vorgabe einer „Gestaltungsfibel“.

Als markante Punkte nennt der Entwurf vor allem den Platz um den Froschbrunnen und den Neuen Markt. Der sei nicht im Eigentum der Stadt Sulingen, schränkt Wiebke Blohm, Teamleiterin Bauplanung und Bauordnung der Stadtverwaltung, ein – „da muss es mit dem Eigentümer noch abgesprochen werden.“ Anders verhalte es sich beim Froschbrunnen: „Der Entwurf dockt an das Vorhandene an und wertet den Platz auf.“ Konkret sieht der Vorschlag des Planers vor, die Hecke, die den Brunnen von der Straße abgrenzt, nach beiden Seiten bis zu den angrenzenden Querstraßen zu verlängern, um den Platzcharakter zu stärken. Die Klinkerbänke sollen eine Holzauflage erhalten, und zwei „Spielpunktgeräte“ – speziell für Fußgängerzonen entwickelte, räumlich begrenzte Spielgeräte – könnten laut Hanke „zusätzliche Anreize für Kinder“ bieten.

Durchgängiges „Multifunktionsband“

Für die Lange Straße selbst sieht der Entwurf eine Umstrukturierung vor, um einerseits ein einheitlicheres Bild zu schaffen und andererseits Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmern zu mindern. Der Vorschlag lautet, den Bereich zwischen Fahrbahn und Gehweg, in dem sich ohnehin bereits die Parkstreifen befinden, durchgängig in ein „Multifunktionsband“ umzuwandeln. Das soll neben den vorhandenen Parkplätzen künftig auch sämtliche weiteren Einbauten und Elemente beherbergen, ob Anpflanzungen, Fahrradständer, Werbeanlagen oder Sitzgelegenheiten. Somit ginge den Verkehrsteilnehmern auf der Straße, die ja künftig eine sogenannte „Fahrradstraße“ sein wird (wir berichteten), nichts verloren, und der gesamtheitliche Eindruck würde gefördert.

Die Hecke am Froschbrunnen ist eines der Elemente, die angepasst werden könnten.

Letzter Punkt des Entwurfs ist die „Gestaltungsfibel“. Dabei handelt es sich um einen Katalog von Materialien, aus denen bei der Anschaffung von Fahrradständern, Sitzgelegenheiten, Pollern und Mülleimern für die Lange Straße ausgewählt werden sollte.

Bislang gebe es eine große Vielfalt an Modellen und Ausführungen, was aber zu einem unruhigen und unübersichtlichen Bild führe. Teil dieser Fibel ist dem Entwurf zufolge auch ein Bepflanzungskonzept.

Bepflanzung in den Stadtfarben

Es sieht vor, Kübel und Beete so zu bepflanzen, dass das ganze Jahr über die Sulinger Stadtfarben Gelb und Rot in Blüten und Blättern der ausgewählten Pflanzen wiederzufinden sind.

Die Vorschläge gingen zurück auf Ideen, die im Arbeitskreis entwickelt wurden, erklärt Wiebke Blohm, dabei sei das Lichtkonzept berücksichtigt. Über den Entwurf werde bei der nächsten Sitzung, vermutlich noch im Oktober, diskutiert, bevor die Gremien darüber beraten, denn „die Politik muss für die Umsetzung die Haushaltsmittel bereitstellen.“

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