Landrat Bockhop würdigt Engagement / Aufenthaltsraum mit Eigenleistung

Raum für das Gymnasium: Planungen noch in 2015

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Landrat Cord Bockhop (r.) und Klaas-Hendrik Schweneker (links am Tisch), Schülervertreter des Gymnasiums Sulingen, beendeten die offizielle Einweihung des neuen Aufenthaltsraumes mit einer Partie Billard.

Sulingen - Schließlich endete die Begegnung mit einem Remis – wegen Abbruchs. Landrat Cord Bockhop versuchte sich am Dienstagmittag in den Räumen des Gymnasiums Sulingen mit Queue und Kugel auf grünem Filz. Ihm gegenüber: Klaas-Hendrik Schweneker aus der Schülervertretung. Bockhop besuchte die Schule, um auf Einladung von Schulleiterin Ute Lüßmann an der offiziellen Einweihung des neuen Aufenthaltsbereiches für Schülerinnen und Schüler teilzunehmen – und vor Ort über die anstehenden Bauplanungen zu informieren.

Zum Hintergrund: Im Raumbestand der Schule an der Schmelingstraße fehlen nach Berechnungen der Schulleitung aktuell zehn Räume. Vier Unterrichtsräume schuf der Schulträger durch das Aufstellen von Containern auf dem Schulhof. Den verbleibenden Bedarf decken Schulleitung, Lehrerkollegium und Schülerschaft durch ein Höchstmaß an Flexibilität. „Vorübergehend“, wie Landrat Bockhop am Dienstag gegenüber Ute Lüßmann, deren Stellvertreter Friedrich Knispel, Jens Schaper als Vertreter des Fördervereins der Schule sowie Vertretern der Schülerschaft versicherte. Im Beisein von Oliver Netzband, Leiter des Fachdienstes Bildung der Kreisverwaltung, sagte Bockhop zu, noch in diesem Jahr mit den Vorplanungen zu beginnen. Entsprechende Mittel seien vom Kreistag im Kreishaushalt zur Verfügung gestellt. Aktuell gehe man in der Kreisverwaltung davon aus, dass die Grundschule Sulingen ihren Standort Schmelingstraße im Sommer 2017 verlassen und die dann neuen Räume an der Straße „Am Deepenpool“ bezogen haben wird. „Dann haben wir die Masse, den Engpass am Gymnasium zu beseitigen.“

Bockhop würdigte das Engagement von Schulleitung, Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft um das Gymnasium: „Die Schule macht einen sehr guten Eindruck, egal von welcher Seite man sie betritt.“ Man bemühe sich um Qualität, „auch um Aufenthaltsqualität.“ Jüngstes (laut Bockhop nachahmenswertes) Beispiel: Die Umgestaltung des Aufenthaltsraumes für Fahrschüler zu einem Aufenthaltsraum für alle 1000 Schüler der Schule. Der Landrat mit Blick auf die derzeitige Raumsituation: „Hier sind Kraft und Energie nicht in Protestaktionen, sondern in Hände geleitet worden; in Hände, die anfassen.“

10000 Euro hatte die Schule aus ihrem eigenen Budget in die Umgestaltung investiert. Der Landkreis Diepholz steuerte 15000 Euro aus Bauunterhaltungsmitteln bei. Der Förderverein beschaffte Sitzsäcke, die neben dem neuen Gestühl und den neuen Bänken jetzt als Sitzgelegenheiten dienen. Die Farbauswahl stimmte Antje Knispel, Fachobfrau Kunst, mit den Schülerinnen und Schülern ab. „Gelungen“, urteilte Schülervertreter Klaas-Hendrik Schweneker und erinnerte an Zusammenkünfte, während denen stundenlang etwa über die Farbe des Fußbodens diskutiert worden sei. Mit Unterstützung Antje Knispels fiel die Wahl schließlich auf ein Lichtgrau. „Jetzt sieht alles genau so aus, wie wir uns das vorgestellt haben.“ „Eine gute Wahl“, bestätigte Schulleiterin Lüßmann.

Sie sieht die Neugestaltung des Aufenthaltsraumes als Gemeinschaftsprojekt. Ihr persönlich sei vor allem die Einbindung der Schülerinnen und Schüler wichtig gewesen. Lüßmann mit Blick auf die Ganztagsbetreuung: „Zum Teil sind die Schülerinnen und Schüler von 7.50 bis 17 Uhr in der Schule. Da ist es wichtig, dass sie Rückzugsmöglichkeiten haben.“

Für Landrat Bockhop ist die Notwendigkeit entsprechenden Raumes unbestritten – und auch in Zukunft unverzichtbar. Rückläufige Schülerzahlen spiegelten sich am Gymnasium Sulingen nicht wider. „Auch das bestätigt die Qualität der Schule“; genauso wie das Zusammenspiel von Schulleitung, Lehrer-, Schüler- und Elternschaft sowie den Förderern. Zu denen zählt Bockhop auch Hausmeister Erwin Horstmann. Anlässlich der Umgestaltung des Aufenthaltsraumes hatte er den Billardtisch der Schülerschaft auf Vordermann gebracht; und damit Landrat Bockhop die Möglichkeit eröffnet, seine Fertigkeiten im Umgang mit Queue und Kugel unter Beweis zu stellen.

oti

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