Lagerhallen-Brand: Auch drei landwirtschaftliche Oldtimer sind nicht zu retten

Feuer skelettiert Traktoren

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Von Traktoren, die nicht mehr rechtzeitig aus der brennenden Halle geholt werden konnten, sind lediglich Metall-Gerippe übrig geblieben.

Sulingen - „Verrückt“, stellt Jörg Lehning kopfschüttelnd fest, in die Ruine der Lagerhalle blickend, die am Mittwochabend in Brand geraten war. Und auf die Metall-Skelette von Traktoren, die das Feuer zerstört hat.

Seit 15 Jahren sammelt er landwirtschaftliche Oldtimer, „aus Interesse an alter Technik“. Einen genauen Blick auf die Halle wollen am Donnerstag viele werfen, immer wieder fahren Autos im Schneckentempo am Firmengelände der Lehning GmbH an der Leipziger Straße vorbei – Lehning: „Ich könnte hier eine Bratwurstbude aufstellen.“

Bereits am Mittag hätten die Brandermittler der Polizei das Gelände wieder frei gegeben. Und laut Lehning die Ursache des Feuers einwandfrei festgestellt: „Es war keine Brandstiftung“, unterstreicht er nachdrücklich, „ein technischer Defekt des Wechselrichters von der Photovoltaik-Anlage hat das Feuer ausgelöst.“

2010 hatte Jörg Lehning die Halle mit der PV-Anlage auf dem Dach im rückwärtigen Teil des Grundstücks seines Futtermittel-Großhandels gebaut. Acht Oldtimer-Traktoren aus seiner Sammlung befanden sich in der Halle, als das Feuer ausbrach.

„Fünf konnten die Feuerwehrleute rechtzeitig herausholen, die sind lediglich stark verrußt. Drei sind Schrott“, bilanziert Lehning nüchtern. Zwei Massey Ferguson, Baujahr 1996 beziehungsweise 1974, „und der große Fendt da drüben ist auch komplett verbrannt.“ Zu den Schleppern, bei denen wahrscheinlich eine intensive Reinigung die Brandfolgen beseitigen kann, zählt das älteste Stück der Sammlung, ein Lanz Aulendorf aus dem Jahr 1949.

Die Halle, die Photovoltaik-Anlage, die Traktoren, eine Gulaschkanone, ein Rasenmäher, Ersatzteile und Werkzeug, das laut Lehning allein schon einen Wert von 10000 Euro hatte, sind zerstört – insgesamt richtete das Feuer nach Schätzung der Polizei einen Schaden in Höhe von rund 200000 Euro an. Und nun? „Abreißen, neu bauen.“ Der Geschädigte nimmt es mit Galgenhumor – auf seiner Facebook-Seite kündigt er, neben der eingangs erwähnten Wurstbude „für die zahlreichen Schaulustigen, damit sie besser plauschen können“, an: „Als nächstes feiern wir ein Riesenrichtfest...“

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