Anzeigen wegen Baumfällung

Ladestation in Borstel für E-Fahrzeuge

Campen - Zukünftig können Elektromobilisten in Borstel „tanken“: Noch in diesem Jahr wird laut Ratsbeschluss an der B 214, Sulinger Straße 9, eine Ladestation mit zwei Plätzen für Elektro-Fahrzeuge installiert. Die Gemeinde Borstel schließt einen Vertrag mit der Firma „innogy SE“: Während der achtjährigen Laufzeit fallen Kosten in Höhe von rund 1000 Euro pro Jahr an.

„Wenn wir Elektromobilität wollen, müssen Schritte folgen“: Dieser Meinung schlossen sich zehn Ratsmitglieder an. Da es laut Bürgermeister Dieter Engelbart zwischen Hannover und Rehden an der Bundesstraße keine Auflademöglichkeit gibt, sei der Schritt ein wichtiger Beitrag, die noch lückenhafte Infrastruktur zu verbessern. Optimistisch, dass das Angebot genutzt werden wird, zeigten sich die Ratsvertreter Sandro Wrede, Ulrich Steinbeck, Sabine Bade und Jens Köroska.

Harry Brauer votierte mit Nein. Er bezweifelte den Sinn der Maßnahme aufgrund der noch „unendlich langen“ Ladezeiten. Kein Durchreisender werde so lange in Borstel verweilen wollen. Er sehe nicht ein, sich über acht Jahre an ein fragwürdiges Konzept zu binden. Dieter Engelbart sprach die Möglichkeit an, Werbefläche an der Elektrotankstelle zu verkaufen, die Kosten würden sich damit für die Gemeinde entsprechend reduzieren.

Sponsor für eine Bank gewonnen

Der Rat folgte am Dienstag dem Antrag von Harry Brauer, Parkbänke in der Gemeinde Borstel aufzustellen, um das Ortsbild zu verschönern und den Erholungswert des Ortes für die Bevölkerung zu erhöhen. An Kosten fallen rund 700 Euro pro Bank an. In diesem Jahr habe man keine Mittel im Haushalt zur Verfügung, er habe aber bereits einen Sponsor für eine Bank gewonnen, sagte Bürgermeister Engelbart. Sie soll noch in diesem Jahr an der Sudriede (Hüttenbusch) aufgebaut werden. Im Rat bestand Konsens, das Projekt abhängig von der Finanzlage fortzuführen – unter Einbeziehung der Bürger. Die Bevölkerung wird gebeten, Vorschläge für mögliche weitere Standorte zu machen.

Der im Januar von Harry Brauer gestellte Antrag auf Installation einer Lufttankstelle hatte sich überholt. Die Maßnahme war auf Initiative der Wirtschaftsförderung der Samtgemeinde Siedenburg schon in die Wege geleitet worden, die Kosten trägt der Landkreis. Standortvoraussetzung ist der Aufbau auf öffentlichem Grund. Laut Ratsbeschluss wird sie ihren Platz im Bereich der ehemaligen Kreissparkasse finden.

Bürgermeister Dieter Engelbart teilte mit, dass gegen einen Grundstückseigentümer aus Vechta, der 17 Eichen und acht Pappeln gefällt hatte, Strafanzeige gestellt wurde. Laut Grenzauskunft standen alle bis auf einen Baum auf Gemeindegrundstück. Da der Verursacher das Vergleichsangebot abgelehnt hat, wird die Sache gerichtlich geklärt. - mks

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa-avis

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