Sulingen: Ausschuss empfiehlt Umbaupläne / Ziel: In Betrieb ab August

Kuschel-Kita im Bürgerpark

Aus der ehemaligen Sulinger „Kuschelschule“ wird eine Kita mit Krippe. Grundriss: Koop & Lohmann

Sulingen – „Und zum 1. August 2020 ist die neue Kita im Bürgerpark bezugsfertig?“, fragt Ausschussmitglied Julian Mende Architekt Ralf Lüdemann von der Firma Koop und Lohmann. „Das soll so sein“, antwortet Lüdemann. Das Geld stehe bereit für den Umbau der ehemaligen Grundschulaußenstelle zur Kita mit Krippe, erklärt Lüdemann dem Gremium am Montagabend im Sulinger Rathaus: „Da das Gebäude schon eine Schule war, können wir die vier großen Klassenräume gut zu Gruppenräumen umnutzen.“ Die Statik stimme, die Fenster blieben gleich, manche Räume könnten nahezu unverändert bleiben.

Die baulichen Voraussetzungen, um die Bedürfnisse einer Kindertagesstätte zu schaffen, umfassen dennoch eine lange Liste an Maßnahmen. Drei Gruppen finden im Erdgeschoss Platz. Die beiden Kita-Gruppen (eine Gruppe für Drei- bis Sechsjährige, eine Gruppe für Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren) haben Räume nebeneinander, dazwischen hat Architekt Lüdemann den einzigen „echten“ Neuanbauauftrag gesetzt: Er umfasst künftig Sanitär- und Abstellräume sowie die Garderobe. Letzteres deshalb, um den großzügigen Eingangsbereich freizuhalten. In den geht es durch einen neu geschaffenen Eingang: An der Stelle gibt es derzeit noch ein Fenster, demnächst eine Tür. Dieser Eingangsbereich könnte im Winter zum Spielen genutzt werden, sollte der Bewegungsraum nicht ausreichen.

Im Gebäudetrakt in Richtung Parkstraße eingeplant sind ein Mitarbeiterraum, ein Büro, ein kleiner Gruppenraum, eine größere Küche sowie Sanitärräume.

Im Krippenbereich bietet der Gruppenraum noch Platz, um einen Schlafbereich abzutrennen, ein weiterer Schlafraum bietet zusätzlich Platz zum Ruhen. Der Krippenbereich verfügt über einen eigenen Eingang – und eine Tür zur Kita.

Das niedersächsische Kultusministerium habe bereits Zustimmung signalisiert, berichtet Birgit Dullin, Fachbereichsleiterin Allgemeines und Soziales. Die Mitarbeiter hätten auch Tipps gegeben: Etwa den Einbau einer kleinen Teeküche im Krippentrakt – das sei jetzt so üblich.

Ein Anbau, um die Betreuungseinrichtung zu vergrößern, sei möglich, das Grundstück biete genügend Platz. Die Fassade werde sich verändern: Da die alten Bausteine nicht zu bekommen seien, werde mit Lärchenholz gearbeitet. So werde ein Kontrast geschaffen, der sich aber gut einfüge, sagt Lüdemann. Im Rahmen der Erneuerung der Sanitäranlagen werde auch eine rollstuhlgerechte Toilette geschaffen. Und wo wird gegessen? Die Größe der Gruppenräume erlaube, dass die Kinder hier mittags essen können. Der Rat der Stadt Sulingen hat im Haushalt 2019 200 000 Euro für den Ausbau bereitgestellt, weitere 100 000 Euro folgen über den Nachtragshaushalt. Fördermittel sind beantragt.

Der Ausschuss für Soziales, Schulen und Jugend, der am Montagabend unter Leitung von Volker Wall tagte, empfahl die Haushaltsansätze für die Bereiche Bürgerservice und Familienservice. Darin enthalten sind 50 000 Euro für die Einrichtungsgegenstände der neuen Betreuungseinrichtung im Bürgerpark. Die „Sule-Racker“ , jetzt noch aufgeteilt auf Von-Moltke-Straße (Krippengruppe) und den „Wichtelgarten“ (Altersgemischte Gruppe), kommen am neuen Standort zusammen, ergänzt um die dritte Gruppe. Der Ausschuss empfahl die vorgestellten Umbaupläne einstimmig.

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