Haus am Suletal: Fund im Grundstein

Kupferrohr 47 Jahre im Fundament

Das Öffnen des Kupferrohres: Oliver Fiefstück, Hanna Albers und Joachim von der Osten. - Foto: Schlotmann

Sulingen - Joachim von der Osten, Generalbevollmächtigter des Regionalverbundes Diakonische Altenhilfe Leine-Mittelweser, spricht von einem „besonderen Ereignis“: Im Zuge der Arbeiten zum Neu- und Erweiterungsbau an der Senioreneinrichtung Haus am Suletal an der Memelstraße hat Haustechniker Oliver Fiefstück das Kupferrohr der Grundsteinlegung für den Altbau aus dem Jahr 1968 gefunden.

Der Altbau ist inzwischen aus dem Stadtbild verschwunden. Von der Osten: „Während der Grundsteinlegung zum Neubau hatten wir gesagt, dass es zwar noch den Grundstein gebe, das Rohr aber nicht mehr.“ Montagnachmittag wurde das Behältnis im Beisein von Bewohnern und des ehemaligen Heimleiters, Karl Bruno Feldmann, geöffnet. Feldmann hatte 1968 die Grundsteinlegung begleitet.

Fiefstück: „Meine Neugierde hat mich angetrieben.“ Bei einer Begutachtung des Fundaments aus dem Jahr 1968 war ihm aufgefallen, dass zwei Steine lose waren. Der Haustechniker löste sie ganz und stieß auf das Kupferrohr. Pflegedienstleiterin Hanna Albers: „Neugierde wird doch belohnt.“

Die Sichtung des Inhaltes des Rohres blieb Montag Hermine Schild, Fritz Laging und Torsten Blietschau und damit der Bewohnervertretung vorbehalten.

Zu Tage kamen im Veranstaltungsraum der Senioreneinrichtung eine 1968 schriftlich fixierte Beschreibung der Entstehung der Senioreneinrichtung und ihres damaligen Trägers, des Vereins Kinder und Altenheime Sulingen, eine Ausgabe der Sulinger Kreiszeitung vom 6. November 1968 sowie verschiedene Münzen. Karl Bruno Feldmann: „Nur Papiergeld ist nicht dabei gewesen. Der Verein war immer arm. Solche Summen hat er nicht gehabt.“

Für Aufmerksamkeit sorgte am Montag auch die Überschrift des Aufmacher-Artikels der Seite eins der Sulinger Kreiszeitung vom 6. November 1968: „Englands EWG-Chancen steigen.“

Der Grundstein für den Neubau des Nord-Flügels des Hauses am Suletal war Ende Juni dieses Jahres gelegt worden: Entstehen sollen zwei Gebäudeteile, die durch einen dritten verbunden werden. Die Kapazität der Einrichtung bleibt mit 130 Betten unverändert. 

oti

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