Ausstellung, Diskussion und mehr

Kulturwoche im Zeichen der Landwirtschaft auf „KunstHof Bockhorn“

Das 300 Jahre alte Hofensemble wird erneut Ort von Begegnung und Austausch.
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Das 300 Jahre alte Hofensemble wird erneut Ort von Begegnung und Austausch.

Sulingen – Zu einer Fotoausstellung zum Thema „Ein ewiger Beruf – Landwirtschaft in Niedersachsen“ und einem kulturellen Beiprogramm laden, für die Zeit vom 3. bis zum 12. September, Anne Heinz und Bernd Neumann auf ihren „KunstHof“ in der Sulinger Ortschaft Bockhorn ein. Das denkmalgeschützte 300 Jahre alte Hofensemble wird damit erneut Ort der Begegnung und des Austauschs.

Knapp drei Jahre hat die Vorbereitung in Anspruch genommen. Im Mittelpunkt steht die Ausstellung der Foto- und Textreportage von Ilker Maga über den Arbeits- und Lebensalltag örtlicher landwirtschaftlicher Betriebe. Der Fotokünstler, 1965 in Adana (Türkei) geboren, zeigt seine Arbeiten seit 1984 auf internationaler Ebene. Seine Fotografien wurden unter anderem von der Unicef und der Unesco als Postkarten- und Plakatmotive abgedruckt. Maga hat sich auch als Autor einen Namen gemacht: Er hat mehr als hundert Bücher als Verfasser oder Herausgeber publiziert. Die „KunstHof“-Betreiber konnten den seit 2008 in Bremen lebenden Künstler für das Projekt gewinnen. Über ein Jahr lang hat er die Betriebe Ohrdes (Bockhorn), Meyer (Biohof Hollerbusch, Stehlen) und Schwichtenberg (Gut Adelhorn, Barnstorf) regelmäßig besucht und das Leben auf ihren Höfen sensibel und detailliert dokumentiert.

Rund 50 großformatige und „wetterfest“ präparierte Bilder, eine Auswahl aus über 2 000 Fotos, werden im Garten des „KunstHofs“ präsentiert. Die Eröffnung erfolgt am 3. September durch Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (12 Uhr). In ihrer Festrede wird sie auch den im November 2020 vom Landtag einstimmig beschlossenen „Niedersächsischen Weg“, einen deutschlandweit einmaligen Vertrag für mehr Naturschutz und Artenvielfalt, thematisieren. Bernd Neumann wird den Künstler und die am Projekt beteiligten Familien vorstellen. Sie sind als Ansprechpartner vor Ort. Musikalisch umrahmt Rainer Wölk den Nachmittag, für 14 Uhr ist ein Auftritt der Linedance-Gruppe „Lucky Ladies“ geplant (Leitung Waltraud Ohrdes).

Vom Trio „Wilder Honig“ gibt es am 5. September Lyrik und Prosa aus Friedhelm Kändlers Feder.

Am Mittwoch, 8. September, beginnt um 12 Uhr eine Podiumsdiskussion zur „Lage und Zukunft der Landwirtschaft“. Laut Bernd Neumann haben Professor Dr. Ludwig Theuvsen, Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Kreislandwirt Wilken Hartje (Landwirtschaftskammer), Theo Runge (Landvolk), Karin Bellingrodt (BUND) und Konrad Wolf (Nabu) zugesagt. Susanne Kayser (Neustadt am Rübenberge) wird die Diskussion moderieren.

„Wir wollen nicht über Schweineöhrchen in China sprechen“, betont Neumann: „Ziel ist, das Thema vor Ort zu verankern und zu überlegen, was wir in Sachen Natur- und Artenschutz gemeinsam erreichen können.“ Auch Anne Heinz sind die praktischen Ansätze und das Miteinander wichtig: „Wir wollen keine Konfrontation, sondern miteinander und nicht übereinander reden.“ Auch an diesem Tag gibt es Livemusik von Rainer Wölk.

Rund 50 großformatige Bilder von Fotograf und Autor Ilker Maga sind auf dem „KunstHof“ zu sehen.

Zwei „LiteraTourPur“-Veranstaltungen sind in die Ausstellungswoche eingebunden (Eintritt jeweils zehn Euro): Am Sonntag, 5. September, bringen Jürgen Puls, Wilfried Stüven und Andreas Hein-Köchler („Wilder Honig“) ab 12 Uhr Prosatexte und Lyrik des Kabarettisten und Autors Friedhelm Kändler auf die Bühne. Sabine Rasper und Michael Mengeling werden am Sonntag, 12. September, erwartet (12 Uhr). Das Thema ihrer Lesung: „Kleider und Menschen“.

Die Ausstellung ist während der Veranstaltungen und darüber hinaus täglich von 15 bis 18 Uhr zugänglich, der Eintritt ist frei. Am Sonntag, 12. September, öffnet der „KunstHof Bockhorn“ seine Türen von 16 bis 18 Uhr im Rahmen des „Tages des offenen Denkmals“.

„Kleider und Menschen“ ist die Lesung von Michael Mengeling und Sabine Rasper betitelt.

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