Der März im Fachwerkhaus am Meierdamm in Sulingen: Drei Generationen Kunst

Künstlerische Vielfalt in kunstsinniger Familie

Drei Generationen Kunst heißt es im März im Fachwerkhaus am Meierdamm in Sulingen mit, von links, Lynn Schröder, Tini Schröder und Doris LesCrinier. Foto: S. Wendt

Sulingen – Doch, doch: Im gemeinsam genutzten Atelier können sie wunderbar auch gleichzeitig arbeiten. Sie kommen sich nicht in die Quere, denn: Generation eins, Doris LesCrinier, nutzt warme Farben. Generation zwei, Tochter Tini Schröder, kalte Farben. Und Generation drei, Enkelin Lynn Schröder, macht eh ganz andere Kunst. In der Familie sind diese künstlerischen Ambitionen nichts Ungewöhnliches, erklärt Doris LesCrinier: „Gemalt wurde immer.“

Im März zeigt das Damen-Trio, bekannt unter „www.3-generationen-kunst.de“ mit Atelier in Siedenburg, seine künstlerische Vielfalt im Sulinger Fachwerkhaus am Meierdamm. Doris LesCrinier hat Bilder gemalt, Taschen genäht. Die Motive sind abstrakt mit leichtem Hauch Figur. Und etwas Figur ist es auch bei Tini Schröder geworden – allerdings mit einer Maltechnik, die an das sogenannte Zentangle erinnert. „Das ist unheimlich entspannend“, sagt Doris LesCrinier, die das auch ausprobiert hat, aber ihre so entstandenen Werke in Sulingen nicht zeigt. Tini Schröder hat zudem mit Beton gearbeitet, kunstvolle Pflanzschalen geschaffen, manche davon selbst bemalt, andere hat Mutter Doris vom Grau erlöst.

Genau: Natürlich haben Mutter und Tochter gänzlich andere Vorstellungen davon, welche Farbauswahl es sein sollte. Die kreative Energie hat auch Enkelin Lynn geerbt: Nicht nur, dass sie beruflich in die Familienfußstapfen tritt mit ihrem Architekturstudium, auch Farbe und Leinwand nutzt die junge Künstlerin, schafft wiederum ganz andere, sehr eigene, sehr unterschiedliche Werke. Die klaren Strukturen aus der Architektur lassen manches Mal grüßen.

Mutter und Tochter nutzen gerne die Chance, andere Kunst zu entdecken, gerne auch mit Enkelin Lynn als Trio, andernorts oder auch regional. Oder auf Messen andere Materialien zu entdecken, kreativ zu werden. Nach Beton sei es Zeit, was Neues zu finden.

Immer wieder Inspirationen für die eigene Malerei zu entwickeln, gehört ebenfalls dazu. Wenn sie gemeinsam im Atelier arbeiten, darf der jeweils andere gerne Ratgeber sein, wenn es in Sachen Bild nicht weitergeht.

Im März, an den Sonntagen 1., 8. und 15. März, ist die Ausstellung jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Alles ist käuflich: die Taschen, die Bilder, die Betondesignstücke, die Grußkarten, die bereits fertig sind – und jene, die vor Ort während der Öffnungszeit entstehen sollen. Zu einem Malkursus in das Atelier „3 Generationen Kunst“, Päpser Heide 5, wird für Samstag, 7. März eingeladen, von 11 bis 18 Uhr (Anmeldung unter Tel. 0 42 72 / 5 21 und 01 51 / 27 15 48 97 oder per E-Mail an tini.schroeder3@gmail.com). Gerne würden die Künstlerinnen wieder einmal Porzellanmalerei anbieten – allein, es fehlt ein Ofen, in dem die Werke gebrannt werden können. Sollte jemand einen solche besitzen, ihn zur Verfügung stellen können oder gar an die Künstlerinnen abtreten wollen, sind diese unter den angegebenen Telefonnummern oder per Mail zu erreichen.

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