Kreistagsabgeordnete und Bürgermeister nehmen Stellung zum Entwurf für die Klinik-Landschaft im Kreis Diepholz

„Sulinger Land trägt künftige Ausrichtung mit“

+
Im Sinne des Erhalts der Klinikstandorte unterstütze man das sich abzeichnende Modell, heißt es in der Stellungnahme – weitere Einschnitte bei der Klinik Sulingen (Foto) dürfe es nicht geben.

Sulingen - „Bekenntnis zum Erhalt der Klinikstandorte im Landkreis Diepholz“ ist eine gemeinsame Stellungnahme der Kreistagsabgeordneten und der Hauptverwaltungsbeamten im Sulinger Land überschrieben, die Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb am Freitag der Redaktion zukommen ließ. Sie bezieht sich auf den Entwurf für die Neugestaltung der Klinik-Landschaft im Kreis, den Landrat Cord Bockhop und Kreisrat Markus Pragal am Freitag vorstellten (siehe Artikel „Krankenhäuser bleiben erhalten – mit Abstrichen“).

„Das Sulinger Land trägt die zukünftige Ausrichtung des Klinikverbundes mit“, heißt es in der Stellungnahme. „Seit Beginn der aktuellen Diskussion über die Sicherung und den Erhalt einer zukunftsfähigen Kliniklandschaft im Landkreis wird das Thema gemeinsam von den Kreistagsabgeordneten und Bürgermeistern der Samtgemeinden Kirchdorf, Schwaförden, Siedenburg und der Stadt Sulingen konstruktiv begleitet.“ Die Bemühungen um den Erhalt der derzeitigen Klinikstandorte würden aufmerksam beobachtet. „Das sich nunmehr abzeichnende Modell, bei dem der Fortbestand der drei Kliniken in Bassum, Diepholz und Sulingen realisiert wird, findet unsere Unterstützung. Wir sprechen uns deutlich für ein gemeinsames Konzept an den drei verbliebenen Standorten aus.“

Aber man weise darauf hin, „dass die beiden vorliegenden Gutachten ein Bekenntnis zum Klinikstandort Sulingen darstellen, das auch eine Vollversorgung rechtfertigt. Das Sulinger Land steht zu seiner Klinik. Dies verdeutlichen insbesondere die Überweisungszahlen der ansässigen Ärzte, worüber wir uns sehr freuen. Die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit dem Klinikstandort spricht eine deutliche Sprache.“

Wenn unter den gegebenen Umständen von den Grundaussagen der vorliegenden Gutachten mit dem Ziel abgewichen werde, die Kliniken in Bassum, Diepholz und Sulingen zu erhalten, „dann trägt das Sulinger Land dies unter diesem Aspekt mit. Es liegt uns aber auch am Herzen, deutlich zu machen, dass weitere Einschnitte am Standort Sulingen aus unserer Sicht ausgeschlossen sind und alles daran zu setzen ist, dauerhaft mit positivem Ausblick den Klinikstandort Sulingen zu sichern und damit auch jungen Ärzten eine Perspektive zu bieten.“

Betont wird in dem Schreiben: „Weitere Einschnitte bei der Klinik Sulingen darf es nicht geben. Für uns ist selbstverständlich, dass man gemeinsam für den dauerhaften Bestand der Klinik Sulingen eintritt.“ Damit verbunden sei die Erwartung, dass „insbesondere der Mehrheitsgesellschafter künftig deutlich hinter der Klinik in Sulingen steht und sich entsprechend stark für die Belange dort einsetzt, um nachhaltig und zukunftsfähig für den Standort einzutreten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Montag

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Montag

Ankunft im Landhotel Schnuck in Schneverdingen

Ankunft im Landhotel Schnuck in Schneverdingen

Boule-Meisterschaft um den Mühlenteichpokal

Boule-Meisterschaft um den Mühlenteichpokal

Freaks and Folks, Fans and Friends - 55.000 feiern beim Deichbrand

Freaks and Folks, Fans and Friends - 55.000 feiern beim Deichbrand

Meistgelesene Artikel

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

Philip Sander löst Simon Hammann als Schützenkönig von Twistringen ab

Philip Sander löst Simon Hammann als Schützenkönig von Twistringen ab

„Summer in the City“: Besucher wünschen sich Fortsetzung

„Summer in the City“: Besucher wünschen sich Fortsetzung

Unwetter erreicht den Bremer Süden mit Hagel, Starkregen und Sturmböen

Unwetter erreicht den Bremer Süden mit Hagel, Starkregen und Sturmböen

Kommentare