Angehende Landwirte besuchen Masterrind am Standort Verden

Wie kommt die Kuh zum Kalb?

Interessante Eindrücke gewannen die Schülerinnen und Schüler der Fachstufen 1 und 2 des Agrarbereichs am BBZ in Sulingen bei der Masterrind in Verden. Foto: BBZ

Sulingen/Verden – Kürzlich folgten die vier Klassen der Fachstufe 1 und 2 des Agrarbereiches am Berufsbildungszentrum (BBZ) Dr. Jürgen Ulderup in Sulingen mit den Lehrerinnen Dr. Christiane Kosellek und Karen Backhaus einer Einladung zur Masterrind, dem Zuchtverband niedersächsischer Milchviehhalter, in Verden: „Ulrich Böckmann hatte für die jungen Leute ein hoch interessantes Programm zum Thema Fruchtbarkeit und Fruchtbarkeitsmanagement zusammengestellt“, teilt BBZ-Verwaltungsleiter Ulrich Woydt mit.

Nach einer Unternehmensvorstellung – mit Anreizen für die Schüler für eine mögliche Beschäftigung im Anschluss an die Ausbildung – sei erklärt worden, wie wichtig der Umgang mit dem Tier bei der Spermagewinnung ist: „Hinter einer Glasscheibe sitzend konnten sich die Teilnehmer ein Bild davon machen. Dr. Alex Bauer erklärte, dass die Bullen ganz individuelle Vorlieben haben: So reicht dem einen ein Phantom, für den anderen muss es aber ein echter ,Untermann‘ sein – Untermann bedeutet, dass Bullen, die nicht mehr zur Spermaproduktion eingesetzt werden, quasi eine Kuh simulieren.“ Das Sperma werde abgefangen und sofort per „Luftpost“ ins Labor gesandt. Auch dort bekamen die Azubis einen Einblick über die Arbeiten. Woydt: „Bevor das Sperma tiefgefroren wird, untersucht man es auf Krankheiten und die Spermien-Aktivität. Ferner erklärte Dr. Bauer die Arbeitsweise der ,Spermasexing-Maschine‘: Sie gibt den Landwirten die Möglichkeit, schon bei der Besamung Einfluss auf das Geschlecht des Kalbes zu nehmen, mit etwa 96-prozentiger Sicherheit.“

Masterrind-Mitarbeiter hätten an unterschiedlichen Schlachtorganen den Aufbau der weiblichen Geschlechtsorgane sowie mögliche fruchtbarkeitsbedingte Abgangsursachen erklärt sowie Kuhmonitoringsystem „SenseHub“ vorgestellt: „Mit Hilfe eines Halsbandes oder einer zusätzlichen Ohrmarke können wichtige Parameter im Alltag der Kuh erfasst werden. Durch den modularen Aufbau des Systems kann der Landwirt entscheiden, ob er nur die Brunsterkennung nutzen oder auch weitere Gesundheitsparameter auswerten möchte, wie Futteraufnahme und Wiederkautätigkeit.“

Stationstierarzt Helmut Melbaum habe über Fruchtbarkeitsmangement referiert. Woydt: „Dieser zum Schmunzeln anregende Vortrag lieferte eine perfekte Wiederholung, vor allem für die Auszubildenden im dritten Ausbildungsjahr. Melbaum griff Beispiele aus dem Leben der Lernenden auf, um hormonelle Abläufe im Tier darzustellen.“

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