„Knirpse“ bald in neuer Obhut

Verein Kindergruppe Neuenkirchen löst sich auf

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Im Mai weihten die „Pastorenhaus-Knirpse“ das neue Klettergerüst ein, in das der Verein Kindergruppe Neuenkirchen, unterstützt von mehreren Sponsoren, 7 500 Euro investierte. Heike Höner: „Das sollte unbedingt erhalten bleiben.“

Neuenkirchen - Mit dem geplanten Neubau einer Kinderbetreuungseinrichtung in Neuenkirchen (wir berichteten) bekommt die Kindertagesstätte „Pastorenhaus-Knirpse“ bis zu 25 statt bisher maximal zehn Plätze, eine Hortgruppe mit bis zu 15 Kindern als „Mitbewohner“ – und den Kindertagesstättenverband des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Grafschaft Diepholz als neuen Träger. Der 1984 gegründete Verein Kindergruppe Neuenkirchen, der die „Pastorenhaus-Knirpse“, zunächst als Spielgruppe, ins Leben rief, wird sich dann auflösen, wie Vorsitzende Heike Höner ankündigt.

Der 1984 gegründete Verein Kindergruppe Neuenkirchen, der die „Pastorenhaus-Knirpse“, zunächst als Spielgruppe, ins Leben rief, wird sich dann auflösen, wie Vorsitzende Heike Höner ankündigt. Zum Trägerwechsel sei der Verein seitens der Samtgemeinde Schwaförden im Vorfeld gehört worden, und für Heike Höner geht er völlig in Ordnung: „Unser Hauptanliegen war immer, ortsnahe Kinderbetreuung in Neuenkirchen zu ermöglichen“, stellt sie fest. 

Es sei dem Verein nicht darum gegangen, spezielle pädagogische Konzepte, etwa nach Montessori, zu verwirklichen. Dennoch hat die Kindertagesstätte heute den Knirpsen einiges zu bieten, „vor allem durch die Arbeit von Helga Wohlers-Endrikat, die immer auch nach links und rechts guckt, was es Neues gibt.“ 

Ausprobieren und Experimentieren

Dank der Lehrgänge zur Multiplikatorin, die die Erzieherin absolvierte, ist die Kita zertifiziert als „Haus der kleinen Forscher“, das die Kinder zum Beobachten, Ausprobieren und Experimentieren anregt, ebenso als „Schatzsucher Kindergarten“, der ihre Gesundheit und Bewegung fördert, auch im Bereich der Resilienzförderung, also der Vermittlung innerer Stärke, bildete sich die Leiterin der „Pastorenhaus-Knirpse“ fort. 

Zum Konzept gehören vier Waldwochen im Jahr, wöchentliche Bewegungseinheiten im Dorfgemeinschaftshaus und im Winter alle zwei Wochen ein Besuch im Sulinger Hallenbad. Die erforderliche Unterstützung durch eine weitere erwachsene Betreuungskraft bekommt Helga Wohlers-Endrikat von Mitarbeiterin Sabine Franzen (in den ersten Jahren hatten sich die Eltern diese Aufgabe geteilt) oder Marlene Kobbe als Vertretung – und einmal in der Woche von der ehemaligen Lehrerin Elke Schwarz, die mit den Kindern gemeinsam singt.

Inwiefern der künftige Träger die Angebote und die bewährten Kräfte übernimmt, dazu gebe es Gespräche, aber noch keine konkreten Vereinbarungen, berichtet Heike Höner. Bislang wechselten Kinder im letzten Jahr vor der Schule in die größeren Kindergärten in Blockwinkel oder Stocksdorf – das wird sich ändern, wahrscheinlich ebenso die bislang in der kleinen Gruppe mögliche individuellere Betreuung. 

Betreuungszeit auf viereinhalb Stunden am Vormittag erweitert

Doch die Vereinsvorsitzende, seit 1994 im Amt, hält den größeren Rahmen der Einrichtung für absolut erforderlich: „Die Betreuung, die heute von Eltern erwartet und auch benötigt wird, hätten wir nicht leisten können.“ Von dreieinhalb sei die Betreuungszeit auf vier, dann auf viereinhalb Stunden am Vormittag erweitert worden – „das Maximum. Nachmittagsbetreuung ist nicht möglich, wir haben keine Küche, um Mittagessen anbieten zu können und keine Schlafräume.“

Dem Verein gehören die „aktuellen Eltern“ an – und rund 25 fördernde Mitglieder. „Bei ihnen möchte ich mich für die Unterstützung, die sie uns zum Teil seit über 20 Jahren gewähren, herzlich bedanken“, betont Heike Höner. Der Einzug der Mitgliedsbeiträge sei bereits beendet worden, auch wenn noch nicht feststeht, wann sich der Verein konkret auflösen wird. Kommt bei dem Gedanken nicht doch Wehmut auf? „Ein bisschen schon, klar“, räumt Heike Höner ein. „Wir müssen uns den Veränderungen stellen.“ - ab

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