Studenten werben für die Arbeit des Ortsvereins

Klinkenputzen für den Nabu

Die Studenten, die in der kommenden Woche im Sulinger Land um Unterstützung für die Projekte des Nabu-Ortsvereins Sulingen werben werden, mit dessen Vorstandsmitgliedern Siegfried Boelke und Johanna Pinkas (rechts). - Fotos: Behling

Sulingen - Mit dem Storch auf der Brust: 14 Studentinnen und Studenten sind in der kommenden Woche – von Montag bis Samstag, jeweils von 13 bis 21 Uhr – in der Stadt Sulingen sowie in den Samtgemeinden Schwaförden, Kirchdorf und Siedenburg unterwegs, um möglichst viele Einwohner für die Unterstützung der Naturschutzprojekte des Nabu-Ortsvereins Sulingen zu gewinnen.

Die Studenten sind nicht nur am blauen Outfit zu erkennen, sie können mit einem Lichtbildausweis belegen, dass sie im Auftrag des Nabu unterwegs sind. Bargeld oder Sachspenden nehmen sie nicht entgegen.

Vorsitzende Johanna Pinkas und ihre Vorstandskollegen Konrad Wolf und Siegfried Boelke stimmen die Aktion bei einem Treffen in der Alten Wache mit den studentischen Helfern ab, deren Einsatz eine Stuttgarter Agentur für den Naturschutzbund Deutschland organisiert. Einer von ihnen ist Robert Busch, der die Koordinierung vor Ort übernommen hat und derzeit in Bremen studiert – Ökologie vielleicht? Er grinst: „Nein, wir studieren alle in ganz unterschiedlichen Fachgebieten. Wir wollen uns für den Naturschutz engagieren, dem Nabu bei seiner Arbeit helfen.“ Fast ehrenamtlich, „wir bekommen eine Aufwandsentschädigung. Untergebracht sind wir in der kommenden Woche in einem Quartier in Wagenfeld.“ Die Studenten werden nicht mit der Spendendose in der Hand unterwegs sein, betont Busch: „Es geht darum, Fördermitglieder zu gewinnen, die den Nabu einmal im Jahr mit einem selbst gewählten Betrag unterstützen. Wir nehmen weder Bargeld noch Sachspenden an – allein schon aus Sicherheitsgründen.“ Um kriminellen Trittbrettfahrern gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: Die Studenten sind nicht nur am blauen Outfit mit dem Storchen-Logo des Naturschutzbundes Deutschland zu erkennen, sie können auch mit einem Lichtbildausweis belegen, dass sie im Auftrag des Nabu unterwegs sind.

Und sie sind in der Lage, versiert Auskunft zu geben, für was genau die Beiträge verwendet werden. Busch: „Ein Schwerpunkt ist, dass wir die Kinder- und Jugendarbeit hier vor Ort neu beleben wollen, um auch die junge Generation für die Natur und ihren Schutz zu begeistern. Es geht zum Beispiel darum, Mittel zusammenzubringen, um mit Schulklassen pädagogisch an den Biotopen zu arbeiten.“ Außerdem geht es um die umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen im Sulinger Moor (wir berichteten). „Das Wasser im Moor wird immer weniger. Das führt dazu, dass mehr Sauerstoff in den Torf eindringt und dieser sozusagen ,natürlich abgebaut‘ wird“, erläutert Busch. Um diesen Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu schützen beziehungsweise wieder zu erweitern, werden unter anderem Entwässerungsgräben verfüllt und Pionierpflanzen wie Birken entfernt – „was man nicht mit Maschinen, nur in Handarbeit tun kann.“ Robert Busch nennt einen dritten Punkt: „Die Sule-Renaturierung ist ein großes Thema. Der Nabu möchte punktuell die Begradigungen des Flußlaufes wieder herausnehmen.“

Laut Robert Busch gab es diese Form der Mitgliederwerbung zuletzt 2011 – da war er zwar noch nicht beteiligt, hat aber erfahren: „Es hat toll geklappt, rund 150 fördernde Mitglieder für den Nabu-Ortsverein Sulingen wurden neu dazu gewonnen.“

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