Klinikkonzept: Sulinger CDU nimmt Stellung

„Vertrauen gerät stark ins Wanken“

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Das Bekenntnis für den Erhalt der Klinik Sulingen fehle in den Planungen, moniert die Sulinger CDU.

Sulingen - „Mit großer Verwunderung“ habe man am Samstag von den Planungsansätzen des Landkreises Diepholz bezüglich der künftigen Klinik-Landschaft erfahren, heißt es einer gemeinsamen Stellungnahme des CDU-Stadtverbandes und der Stadtratsfraktion der Union. „Neben den gravierenden Auswirkungen für den Standort Sulingen kritisieren wir insbesondere das Vorgehen der Kreisverwaltung um Landrat Cord Bockhop. Es kann nicht angehen, dass der Stadtrat solche Informationen der heimischen Presse entnehmen muss“, betont der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Matthias Wendland. „Dieses Vorgehen hat das Vertrauen in die Verwaltung stark ins Wanken gebracht. Wir fühlen uns nicht mitgenommen“, fasst Wendland die Stimmung in der CDU zusammen. „In den kommenden Wochen müssen wir gemeinsam über die Zukunft des Klinik-Standortes Sulingen sprechen – für eine konkrete Bewertung aller Fakten fehlen derzeit wichtige Informationen.“

Die Umstrukturierungen der einzelnen Fachabteilungen würden nach jetzigem Stand „zu einer Stärkung des Standortes Bassum zu Lasten von Sulingen und Diepholz führen“, verdeutlicht Stadtverbandsvorsitzender Mario Pschunder. „Besonders bedauerlich ist es, dass nach dem Weggang der Ärzte die renommierte Chirurgie aus Sulingen abgezogen wird.“ Die damit verbundenen Auswirkungen müssten in den kommenden Wochen mit den Verantwortlichen geklärt werden. „Uns interessiert hierbei: Wie sieht die ärztliche Versorgung in den Abend- und Nachtstunden am Standort Sulingen aus? Ist die Grundversorgung der Bevölkerung gewährleistet und wie soll die Zukunft des Standortes langfristig gesichert werden?“

Matthias Wendland: „Wir als CDU können nachvollziehen, dass eine Spezialisierung der Häuser erforderlich ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dennoch erscheint nach jetzigem Sachstand das Konzept nicht als die optimale Lösung: Die Gutachten, die uns als Rat vorgestellt wurden, sprechen sich klar für den Erhalt des Krankenhauses Sulingen aus – in den jetzigen Planungen fehlt uns dieses Bekenntnis.“

Man werde den Dialog mit den Ratsmitgliedern, dem Bürgermeister, dem Landkreis und dem Klinikverbund suchen, „um uns für den langfristigen Erhalt des Krankenhauses in Sulingen als Grundversorgungszentrum einzusetzen. Die kommenden Tage werden zeigen, welche Themen durch dieses Konzept auf den Prüfstand gestellt werden müssen – die Frage, ob die Stadt über ein Krankenhaus verfügt, hat Auswirkungen auf viele politische Entscheidungen, beispielsweise die Gewerbeansiedlung, und auf den Zu- beziehungsweise Wegzug von Einwohnern“, betonen die Verantwortlichen der CDU in Sulingen.

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