Klinik Sulingen: Fraktionsvorsitzender Gunter Koop mahnt zur Vorsicht / Geburtshilfe müsse wieder Thema werden

Sulinger Sozialdemokraten begrüßen Zwei-Haus-Planung

+
Gunter Koop.

Sulingen - Klinik Sulingen: Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Sulingen und der Vorstand des SPD-Ortsvereins Sulinger Land haben sich während ihrer Zusammenkunft am Dienstagabend mit den für Montag, 13. Juli, im Kreistag vorgesehen Beratungen zur Klinikstruktur im Landkreis Diep-holz beschäftigt. Gunter Koop, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat: „Grundsätzlich begrüßen wir die jetzt modifizierten Planungen, warnen aber vor zu viel Euphorie. Der Kreistag spricht über eine Willensbekundung und einen Arbeitsauftrag an den Landrat. Mehr steht zunächst nicht zur Debatte.“

Der Kreisausschuss empfiehlt ein Zwei-Hauptstandorte-Konzept, bei dem die Hauptstandorte, Sulingen und Bassum, eine gleich hohe Wertigkeit besitzen (wir berichteten). Folgt der Kreistag der Empfehlung des Kreisausschusses, wird Landrat Cord Bockhop beauftragt, das weitere Vorgehen mit dem Mitgesellschafter Alexianer GmbH dahingehend abzustimmen. „Das gilt auch für den Erhalt des chirurgischen Bereiches sowie der Notfallversorgung“, so Koop.

Fraktion und Vorstand hatten Dienstag im Beisein der Kreistagsabgeordneten Astrid Schlegel, Ortwin Stieglitz und Joachim Oltmann getagt. Oltmann gehört neben der SPD-Kreistagsfraktion der im Rat der Stadt Sulingen an.

Gunter Koop führt die modifizierte Beschlussempfehlung unter anderem auf das Engagement der Bürger zurück. „Ist das Vorhaben umsetzbar, ist das für unsere Region die beste Lösung; nicht nur, weil der Status quo erhalten bleibt, sondern auch, weil die Möglichkeiten der Erweiterungen geprüft werden.“

Koop und die Sulinger Sozialdemokraten wollen in der mit dem Beschlussvorschlag veröffentlichten Abwägung auch Handlungsempfehlungen ausgemacht haben. Der Fraktionsvorsitzende mit Blick auf den Hinweis des Ärztemangelsin Sulingen und die Darstellung der Geschäftsführung der Klinik, dass sich die Suche nach ärztlichem Personal für das Haus schwierig gestalte: „Bei der Suche müssen wir als Stadt mit der Geschäftsführung den Schulterschluss suchen, um mögliche Interessenten mit den Standortvorteilen zu überzeugen.“

Dem Leitbildprozess „Sulingen 2.029“ komme dabei besondere Bedeutung zu. „Die Sulinger haben schon allein mit der Unterschriftenaktion gezeigt, dass sie zu ihrem Haus stehen. Um die so genannten weichen Standortfaktoren zu erhalten beziehungsweise zu verbessern und um für das Mittelzentrum Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten, müssen wir alle mit anfassen. Wir stimmen mit Ortwin Stieglitz überein, dass wir dabei nicht nur das Heute, sondern das Morgen in den Blick nehmen müssen.“

Die Ein-Haus-Lösung, die die Sulinger Sozialdemokraten bisher favorisiert hatten, „sollte man langfristig nicht aus den Augen verlieren“, so Koop. „Schon aus Gründen der Versorgungssischerheit nicht.“

Zur Versorgungssicherheit gehöre für die Sozialdemokraten die Geburtshilfe: „Auch wenn es aktuell keine im Landkreis gibt, sollte man die Wiederbelebung zumindest mittelfristig wieder mit auf die Agenda nehmen.“

oti

Mehr zum Thema:

Saarländer wählen neuen Landtag - Reicht es für Rot-Rot?

Saarländer wählen neuen Landtag - Reicht es für Rot-Rot?

Ferrari-Star Vettel triumphiert beim WM-Auftakt

Ferrari-Star Vettel triumphiert beim WM-Auftakt

London: Fast alle Festgenommenen wieder frei

London: Fast alle Festgenommenen wieder frei

Werk-Kunst Ausstellung im Verdener Rathaus

Werk-Kunst Ausstellung im Verdener Rathaus

Meistgelesene Artikel

Hochkarätige Akteure prügeln sich im Dreyer Sportcenter Dassbeck

Hochkarätige Akteure prügeln sich im Dreyer Sportcenter Dassbeck

Palliativstützpunkt: Vorstand schließt Kassenprüfer aus

Palliativstützpunkt: Vorstand schließt Kassenprüfer aus

Sattelzug blockiert Lange Straße

Sattelzug blockiert Lange Straße

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Kommentare