Klinik Sulingen: Denstorf-Mohr und Schneider gehen

„Bedauern“ und „Schockstarre“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Sulingen - Die Nachricht, dass Chefarzt Dr. Rainer Denstorf-Mohr und Dr. Ortwin Schneider die Unfallchirurgie und Orthopädie mit Section Wirbelsäulenchirurgie an der Klinik Sulingen der Alexianer im Landkreis Diepholz verlassen (siehe auch Seite Kreis und Region in der Sulinger Kreiszeitung vom Mittwoch), sorgt für Unbehagen im Mittelzentrum. Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkob am Dienstag auf Nachfrage: „Beide sind Kapazitäten auf ihren Gebieten. Wenn sie tatsächlich gehen, werden sie ein riesiges Loch hinterlassen. Das ist ein schwerer Schlag für die ärztliche Versorgung in unserer Region.“

Rainer Denstorf-Mohr und Ortwin Schneider hätten wesentlich zum guten Ruf der Klinik Sulingen beigetragen, „auch weit über die Grenzen des Landkreises hinaus.“

Heinz Riedemann, Vorsitzender des Fördervereins Klinik Sulingen, spricht von einer „Schockstarre“, in die ihn die Nachricht versetzt habe, von Koryphäen, die das Sulinger Haus verlassen würden.

Dirk Rauschkolb fordert wie Heinz Riedemann Ursachenforschung ein. Der Bürgermeister: „Wir müssen die Gründe kennen, um darauf reagieren zu können.“ Dem Vernehmen nach wechseln beide Ärzte an eine Klinik in Herford. Rauschkolb: „Wenn es am Geld liegt, können wir nicht viel machen.“ Heinz Riedemann: „Wir müssen nach vorne blicken, um dieses Vakuum möglichst schnell zu schließen.“

Bürgermeister Dirk Rauschkolb kündigt eine Rats-Informationsveranstaltung an, zu der er den Geschäftsführer der Alexianer im Landkreis Diepholz, Thomas Pilz, einladen werde. „Warum haben wir das Problem, Ärzte für Sulingen zu gewinnen? Wir müssen gemeinsam versuchen, Lösungen zu erarbeiten.“ Das Mittelzentrum sei mit seinen Bildungseinrichtungen, einer umfassenden Kinderbetreuung und einem bunten Strauß an kulturellen Angeboten gut aufgestellt. „Was müssen wir noch tun?“

Ähnlich wie Rauschkolb fordert Heinz Riedemann zum Blick nach vorne auf: „Ich weiß, dass es schwierig ist, aber wir dürfen die Flinte nicht ins Korn werfen.“ Der Vorsitzende des Fördervereins regt an, neben den Stipendien, die der Landkreis Diepholz an Medizinstudenten vergibt, auch über spezielle Mentoring-Programme nachzudenken. Riedemann mit Blick auf Berufsanfänger: „Wir müssen auch die Entwicklungspotentiale im Blick haben, um gegebenenfalls gemeinsam zu wachsen.“

Der Förderverein allein sei nicht bedeutend genug, etwas an der aktuellen Situation zu ändern. „Wir müssen alle an einen Tisch. Der Verein kann sicherlich unterstützen.“

oti

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