Klinik: Offener Brief der Zukunftswerkstatt

Gruppe fordert Antworten

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Mediengruppe Kreiszeitung

Sulingen - „Wir vermissen Offenheit und Transparenz“, klagt Werner Focke. Sprecher Focke und Mitstreiter der Zukunftswerkstatt diskutierten Dienstagabend über die Krankenhaussituation im Landkreis, speziell über die der Klinik Sulingen. Im Ergebnis brachte die Gruppe am Mittwoch einen offenen Brief auf den Weg. Primäre Empfänger: Landrat Cord Bockhop, die Bürgermeister der Stadt Sulingen sowie der Samtgemeinden Kirchdorf, Schwaförden und Siedenburg, die hiesigen Kreistagsabgeordneten und die Geschäftsführung des Klinikverbundes St. Ansgar.

Focke schreibt von „großer Besorgnis“, mit der die Gruppe die aktuellen Diskussionen um die Neuordnung der Kliniklandschaft verfolge; speziell Überlegungen des Landrates, nach denen die Klinik Sulingen zwar erhalten bleibe, aber im Bereich Chirurgie nur noch planbare Eingriffe erfolgen sollen. An der Schmelingstraße könnten nach Vorstellung des Landrates Orthopädie und Geriatrie (Altersmedizin) konzentriert werden.

Bis Donnerstagabend hat Joachim Oltmann (SPD-Kreistagsfraktion) auf das Schreiben der „Zukunftswerkstatt“ reagiert – und Landrat Bockhop.

Bockhop traf sich schon gestern mit Gruppensprecher Focke. „Wir sind seine Vorstellungen noch einmal durchgegangen“, sagt der Sulinger, „und haben den einen oder anderen Punkt diskutiert.“

Der Landrat habe zugesagt, der Gruppe eine schriftliche Stellungnahme zu übermitteln. „Auch die werden wir öffentlich machen“, sagt der Sprecher.

Nach dem offenem Brief plane die Zukunftswerkstatt eine öffentliche Informationsveranstaltung. „Wir wünschen uns eine Teilnahme der handelnden Personen, die dann zu dem Thema Stellung nehmen, Fragen beantworten und dazu beitragen können, die Bevölkerung aufzuklären.“ Joachim Oltmann hätten nach Mitteilung des Gruppensprechers Donnerstag bereits Bereitschaft signalisiert, den Termin wahrzunehmen.

Fragen liefert Focke in dem Schreiben den Empfängern gleich mit; etwa mit Blick auf das jüngste Gutachten, aus dem die Klinik Sulingen als „starkes Haus“ hervorgehe (wir berichteten). Die Begründung für „Abstriche“ am Standort Sulingen erschließe sich für die Zukunftswerkstatt nicht. „Ist es korrekt, dass das Sulinger Krankenhaus, für sich genommen, wirtschaftlich arbeitet? Ist es wahr, dass das Bassumer Krankenhaus schon einmal zahlungsunfähig war und durch den Standort Sulingen subventioniert wurde? Wenn ja – wie passt das zu dem Neuordnungskonzept?“

Spezielle Fragen richtet die Gruppe an die Bürgermeister und Kreistagsabgeordneten der Region: „Haben wir richtig verstanden, dass Bürgermeister und Kreistagsabgeordnete des Sulinger Landes diese Entscheidung mittragen, das Konzept dann sogar unterstützen?“

oti

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