Klassikkonzerte: Eine „kleine und feine Gemeinde“ genießt die „Sahneschnitten“ im Programm des Kulturvereins Sulingen

Wenn die Musiker die Möglichkeiten ihres Instruments voll ausschöpfen

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Das „Trio Pascal“ eröffnete die Kultursaison in Sulingen.

Sulingen - Für Liebhaber klassischer Musik sind die Sonntags-Konzerte in der Alten Bürgermeisterei die „Sahneschnitten“ im Programm des Kulturvereins Sulingen. „Wer den Weg hierher findet, genießt es unendlich. Bitte, machen Sie Werbung für die folgenden Veranstaltungen“, begrüßte Geschäftsführerin Ariane Hanselmann die „kleine und feine Gemeinde“ von 25 Besuchern zur Auftaktveranstaltung der Saison 2015/2016.

Mit dem „Trio Pascal“ – Johanna Pichlmaier (Violine), David Kindt (Klarinette) und Helge Aurich (Klavier) – standen Musiker auf der Bühne, die sich als Solisten national und international einen hervorragenden Ruf erworben haben.

Spannend war die Auswahl ihres Programms, zugeschnitten auf die nicht alltägliche Instrumentalbesetzung. Helge Aurich, weltweit gefragter Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter, gab interessante Hintergrundinformationen zu den Werken.

Das Konzert begann mit acht Stücken von Max Bruch (1838 bis 1920). Dieser habe zu Lebzeiten im Schatten von Johannes Brahms gestanden, begründete Aurich die mäßige Popularität Bruchs als Komponist von Kammermusik. Carl Maria von Weber (1786 bis 1826) schrieb das „Grand Duo Concertant Es-Dur op. 48“ für Klarinette und Klavier für seinen Freund Heinrich Joseph Baermann, den bekanntesten Klarinettisten seiner Zeit. Federleicht anmutende hohe Tonfolgen, schluchzende Klänge in den tiefen Registern: David Kindt reizte den Tonumfang und die dynamischen Möglichkeiten seines Instruments bei diesem Stück vollends aus. Brillant.

„Ein Liebesgedicht in musikalischer Form“ nannte Johanna Pichlmaier die 1886 von Johannes Brahms (1833 bis 1897) „für eine Sängerin, die halb so alt war wie er“ komponierte Sonate op. 100 A-Dur. Hier konnte die Violinistin – energisch, selbstbewusst und dennoch gefühlvoll – ihr Können voll entfalten.

Das Konzert endete mit dem Konzertstück Nr. 1 f-Moll op. 113 (Allegro con fuoco, Andante, Presto) von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 bis 1847).

Das Trio bot das ursprünglich für Orchester, Klarinette und Bassetthorn komponierte Werk in einem eigenen Arrangement für Klavier, Klarinette und Geige. Das Publikum entließ die Musiker mit rauschendem Beifall.

mks

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