Konzert am Samstag, 5. November, in Sulingen

„Kirche trifft Synagoge“

Semjon Kalinowsky.

Sulingen - „Kirche trifft Synagoge”: Unter diesem Titel steht das Konzert für Viola und Orgel, zu dem für Samstag, 5. November, in die Sulinger St. Nicolaikirche eingeladen wird. Beginn ist um 17 Uhr. Es konzertieren Semjon Kalinowsky aus Lübeck und Paul Kayser aus Luxemburg sowie die Sulinger Kantorei unter der Leitung von Kai Kupschus. Der Eintritt beträgt acht Euro (ermäßigt fünf Euro).

„Für das Konzert hat Semjon Kalinowsky, angelehnt an die Traditionen der christlichen Orgelmusik und der jüdischen Liturgie, ein einzigartiges Programm erstellt”, heißt es in der Pressemitteilung. Es schlage eine Brücke zwischen Klassikern wie „Kol Nidrei“ von Max Bruch, „Prayer“ von Ernest Bloch und „Synagogen Melodien“ von Louis Lewandowski sowie den wertvollen, in Vergessenheit geratenen Werken von Friedrich Gernsheim und Albert Kellermann.

Das Konzert verbinde Tradition und Moderne und bringe damit nach fast 80 Jahren die heute in der Region nahezu vergessene Tradition der Synagogenmusik wieder ans Licht. „Die seltene, aber reizvolle Konstellation Viola und Orgel verspricht ein außergewöhnliches Klangerlebnis”, erklärt Kai Kupschus.

Ergänzt werde das Programm um Psalmvertonungen von Felix Mendelssohn Bartholdy, Josef Rheinberger und Louis Lewandowski, gesungen von der Sulinger Kantorei.

Der in der Ukraine geborene Semjon Kalinowsky erhielt mit fünf Jahren den ersten Unterricht bei seinem Vater Naum Kalinowsky. 1979 trat er das Studium an der Staatlichen Musikakademie für Musik Lemberg an, das er 1984 mit der künstlerischen Reifeprüfung und dem Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss. Neben seiner Konzerttätigkeit in Europa und Israel hat er als Bearbeiter und Herausgeber in Zusammenarbeit mit renommierten Musikverlagen dazu beigetragen, das Violarepertoire mit neuen Werken zu bereichern. Für seine Tätigkeit wurde er 1998 vom Präsidenten der Ukraine mit dem Titel „Verdienter Künstler der Ukraine“ ausgezeichnet.

Semjon Kalinowsky ist Initiator und musikalischer Leiter des Festivals „Jüdische Kulturtage Lübeck“.

Paul Kayser.

Paul Kayser, geboren 1979 in Luxemburg, erhielt seit 1985 seine musikalische Grundausbildung am dortigen Konservatorium. Er hat katholische Kirchenmusik und Orgel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main studiert, ein Aufbaustudium in Improvisation folgte an der „Universität der Künste Berlin“. Paul Kayser ist heute Organist an den Kirchen St. Alfons in Luxemburg Stadt und an der Sankt-Willibrordus-Basilika in Echternach. Kayser unterrichtet Orgel, Orgelimprovisation und Tonsatz an den Musikschulen in Echternach und Niederkerschen.

Karten sind an der Abendkasse erhältlich.

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