Einrichtung neu im Förderprogramm

Sulinger Kindertagesstätte „Regenbogen“: „ ,Sprach-Kita‘ sind wir als Team“

Leiterin Kerstin Adler (links) und Kerstin Behrens-Siedenberg vor der Kindertagesstätte „Regenbogen“..
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Leiterin Kerstin Adler (links) und Kerstin Behrens-Siedenberg setzen das Konzept der „Sprach-Kita“ gemeinsam um.

Sulingen – Eine weitere „Sprach-Kita“ gibt es nun in Sulingen: Die evangelisch-lutherische integrative Kindertagesstätte „Regenbogen“ erhielt nun den Bescheid, dass auch sie in das Förderprogramm des Bundesfamilienministeriums aufgenommen wurde.

Über den Träger, den evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverband Grafschaft Diepholz, habe man die Nachricht erhalten, dass das Programm weiterlaufe, berichtet die Leiterin Kerstin Adler. „Wir haben uns schon einmal beworben, und diesmal haben wir den Zuschlag erhalten.“

Im Rahmen dieses Programms wird die Einrichtung bis Ende 2022 mit 40 000 Euro gefördert. Anders als in anderen Einrichtungen, wird mit der Förderung keine neue Stelle für eine Sprachfachkraft eingerichtet – die entsprechende Kraft ist bereits vorhanden: Kerstin Behrens-Siedenberg, seit 1992 hier tätig, übernimmt die Aufgabe. Im April werde sie eine Weiterbildung dazu beginnen, und sie habe bereits diverse Fortbildungen in diesem Bereich absolviert.

Begleitung und Unterstützung der Kollegen

Dabei sei nicht vorrangig die Sprachförderung für Kinder im Blick, sondern ihre Tätigkeit sei gedacht als Begleitung und Unterstützung für die Fachkräfte mit den drei Schwerpunkten alltagsintegrierte sprachliche Bildung, Zusammenarbeit mit den Familien und inklusive Pädagogik. „Es geht darum, dass die Kollegen über ihre eigene Sprache im Umgang mit den Kindern reflektieren“, erläutert Kerstin Adler. „Ein Beispiel: Wie formuliere ich eine Frage so, dass das Kind darauf nicht nur mit Ja oder Nein antworten kann, sondern einen kleineren Satz bilden muss?“

Ein großes Thema sei auch die Digitalisierung, ergänzt Kerstin Behrens-Siedenberg, etwa mit der Interaktionsbegleitung per Video. Dabei ließen sich die Kollegen bei der Arbeit mit den Kindern filmen, um sich selbst einmal dabei zu sehen. Auch Audioaufnahmen ihrer Gespräche mit den Kindern dienten der Reflexion, und anhand der Aufnahmen lasse sich auch den Eltern zeigen, wie sich ihr Kind in der Einrichtung gibt.

Kerstin Behrens-Siedenberg werde die Kollegen in den Gruppen begleiten, aber das Thema auch bei Teamsitzungen zur Sprache bringen, denn „,Sprach-Kita‘ sind wir als Team“, betont Kerstin Adler. So solle ein Konzept entstehen für die tägliche Arbeit von „Regenbogen“, das nach Auslaufen der Förderung unabhängig sei vom Förderprogramm. Sechs der 17 Einrichtungen im Kindertagesstättenverband seien inzwischen „Sprach-Kitas“ – „eventuell vernetzen wir uns noch stärker miteinander.“

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