50 Jungzüchter ab 5 Jahren messen sich

Kind und Rind harmonieren prächtig miteinander

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Die jüngste Teilnehmergruppe hat viel geübt, damit die kleinen Kälbchen artig stehen bleiben und sich auch von den vielen Zuschauern nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Sulingen - Von Martina Kurth-Schumacher. Elisa Öhlschläger-Kruse und Maximilian Müller arbeiteten den Tierbeurteilungsbogen professionell ab. Die zehnjährigen Jungzüchter aus Schneeren (Neustadt am Rübenberge) bringen für ihren Wunschberuf Landwirt die besten Voraussetzungen mit: Interesse und Leidenschaft.

Die Tierbeurteilung, Grundausbildung künftiger Rinderhalter, war Bestandteil des Jungzüchtertags. Dazu hatten die Besamungs- und Rindviehzuchtvereine Diepholz-Nord und Grafschaft Hoya, die Besamungsvereine Mariensee, Schaumburg und Harpstedt sowie die Jungzüchterclubs Sulinger Land und Mariensee am Sonntag auf das Viehhallen-Gelände am Sulinger Bahnhof eingeladen.

Tessa Heithaus und Anneke Andersen bieten die besten Bewertungen

50 Nachwuchs-Landwirte zwischen 5 und 25 Jahren bewerteten ausgewählte Tiere nach Euter- , Fundament- und Körpermerkmalen. „Wenn es später um die Zusammenstellung einer eigenen Herde geht, ist die richtige Einschätzung anatomischer Details ausschlaggebend für den Erfolg“, erklärte Zuchtinspektor Joachim Brüning.

Im Anschluss hatten die Kinder und Jugendlichen sechs Kühe anhand von qualitativen Merkmalen in eine Reihenfolge zu bringen. Tessa Heithaus aus Löningen (Jungzüchter bis 16 Jahre) und Anneke Andersen aus Wees (Jungzüchter ab 16 Jahre) bewiesen bei diesem Wettbewerb Fachkenntnis und Augenmaß: Sie kamen der Vorbeurteilung von Richter Ulrich Böckmann am nächsten.

Beim anschließenden Vorführwettbewerb stellten die Profis von morgen ihre Tiere vor. „Wir haben vor Aufregung schlecht geschlafen“, sagten Luisa (5) und Lotta Kastens (11) sowie ihre Cousinen Mathilda (6), Ida (6) und Greta (10) Engelke aus Ströhen. Sie hatten im Vorfeld etliche Stunden investiert, um auf dem Jungzüchtertag einen guten Eindruck zu hinterlassen. „Wir mussten den Kälbern beibringen, am Strick zu laufen und sich durch nichts aus der Ruhe bringen zu lassen“, erklärte Ida. Zur Wettkampfvorbereitung gehörte außerdem das Scheren, Waschen und Striegeln der Tiere.

„Motivation und Talent“

Landwirtin Anna Kastens, die selbst auch aktive Jungzüchterin war, unterstützt das Engagement ihrer Töchter und Nichten. „Es ist toll, wenn die Kinder früh Kontakt zu Tieren haben und Verantwortung für sie übernehmen.“

Richterin Anna Topp stellte den Jungzüchtern Fragen zu Abstammung, Namen und Alter ihrer Kälber. Wichtigstes Bewertungskriterium war jedoch das Zusammenspiel von Kind und Rind. Sie bescheinigte schon den jüngsten Teilnehmern „Motivation und Talent“.

In den acht Altersklassen hinterließen Agnieszka Wyka (Steyerberg), Amelie Schmidt (Neuenkirchen), Finja Kunst (Drebber), Ryan Fiedler (Wagenfeld), Levke Spannhake (Sulingen), Fenna Gödeker (Varrel), Alena Lackmann (Thedinghausen) und Saskia Gödeker (Varrel) den besten Eindruck.

Das Organisationsteam um Carsten Dierks freute sich über die Zaungäste, die dem motivierten Nachwuchs über die Schulter schauten. „Generell nimmt das Interesse jedoch ab“, bedauerte Joachim Brüning: „Man merkt, deutlich, dass es immer weniger Berufskollegen gibt.“

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