Ausschuss empfiehlt Abkehr von Planungen

Kein Interesse am Skaterpark?

Die Fläche an der Nienburger Straße nordwestlich des Kreisels am Kaufhaus Ranck: Die Stadt Sulingen scheint sich von der Absicht, hier einen Skaterpark zu errichten, zu verabschieden.

Sulingen - Die Stadt Sulingen scheint sich von der Absicht, auf der Fläche an der Nienburger Straße nordwestlich des Kreisels am Kaufhaus Ranck, eine Skateranlage zu errichten, zu verabschieden.

Die Mitglieder des Ausschusses für Bau, Planung und Verkehr im Rat der Stadt Sulingen sprachen sich am Montagabend in öffentlicher Sitzung dafür aus, von dem Vorhaben Abstand zu nehmen und alternativ die Flächen entsprechend dem Vorschlag der Firma Ahrens Garten- und Landschaftsbau aus Lindern als Grünfläche anzulegen.

Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb machte während der öffentlichen Sitzung am Montag im Sulinger Rathaus keinen Hehl daraus, dass er sich bisher durchaus mit der Idee der Einrichtung eines Skaterparks auf der Fläche an der Einmündung der Nord-Süd-Achse in die Nienburger Straße habe anfreunden können: „Ich habe bisher tatsächlich gedacht, das ist eine gute Idee. Aber man muss realistisch sein und sehen, dass verschiedene Aspekte nicht zutreffen.“

Mäßiges Interesse am Skaterpark

Schon im Februar hatte die CDU-Fraktion im Rat der Stadt beantragt, auf der Grünfläche einen Skatepark zu errichten. Der Fachausschuss entschied sich, den Stadtschülerrat und die Sulinger Stadtjugendpfleger in die Bedarfsermittlung einzubinden. „Im Ergebnis mit einer übersichtlichen Resonanz“, räumte Wiebke Blohm, Leiterin des Fachbereiches Bau, Planung und Verkehr der Stadtverwaltung, während der öffentlichen Ausschusssitzung am Montag ein.

Erfolgreicher seien laut Blohm die Bemühungen der Sulingerin Gesa Roggenbuck gewesen, die eine zusätzliche Bedarfsermittlung unter Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums, der Carl-Prüter-Oberschule und der Lindenschule initiiert hatte. „Vielfach wurden Sitzgelegenheiten, freies W-Lan, Getränkeautomaten und Snackmöglichkeiten gewünscht“, erklärte Dirk Rauschkolb am Montag. „Diesen Antworten ist zu entnehmen, dass ein Aufenthaltsbereich als Treffpunkt gewünscht wird – weniger eine Skateranlage.“

Förderung wohl nicht möglich

Die Prüfung auf Fördermittel oder Zuschüsse habe ergeben, dass eine Förderung einer Anlage im Zuge des Sanierungsverfahrens nicht möglich ist; wohl aber die einer einem Park ähnlichen Grünanlage.

Rauschkolb am Montag mit Blick auf den CDU-Antrag: „Dann muss man eben realisieren, dass das an dieser Stelle nicht geht.“

Guido Wagner von den Grünen zu den Wünsche der Sulinger Jugendlichen: „Ich kann nicht nachvollziehen, dass die Jugendlichen über fehlende Aufenthaltsmöglichkeiten klagen. Wir haben ein Jugendzentrum, wo das angeboten wird, was von den Jugendlichen nachgefragt wird. Das ist Treffpunkt genug. Wir können stolz darauf sein.“

Rita Mohrmann (CDU): „Unsere Fraktion ist enttäuscht, dass die Aktion nicht die Resonanz gefunden hat, die sie verdient hätte.“ Dass es tatsächlich keinen Bedarf geben soll, stelle die CDU-Fraktion infrage. „Die Anlage in Bruchhausen-Vilsen ist gut frequentiert.“

Es gebe wohl keinen Bedarf

Elisabeth Wamhoff (SPD): „Ich sehe unsere subjektive Wahrnehmung bestätigt. Einen Bedarf für einen Skaterpark gibt es in Sulingen nicht. Das ist nicht in. Das müssen wir zur Kenntnis nehmen. Wir können es nicht erlauben, am Bedarf vorbei zu investieren.“

Uwe Overhoff von den Freien Wählern: „An diesem Platz ist eine Skateranlage eher ungünstig.“

Folgt der Verwaltungsausschuss der Empfehlung des Fachausschusses, wird die Fläche in der Form einer Abfolge von Einzelbäumen und Strauchgruppen gestaltet. „Eher naturnah“, erläuterte Wiebke Blohm. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sprechen von einem Kostenvolumen in Höhe von etwa 40.000 Euro, die die Stadtkasse in die Anlage investieren müsste. Die Firma Ahrens habe sich bereit erklärt, im Rahmen eines Sponsorings die Fläche nach Erstbepflanzung zu unterhalten.

oti

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