Anfragen nach Dart-WM

Sulinger Dartclub „D‘Artagnans“: „Man muss sehen, was daraus wird“

Zwei Männer stehen vor einem Dartboard.
+
Am Dartboard in der Schützenhalle: 1. Vorsitzender Tobias Meyer (links) und 2. Vorsitzender Wolfgang Zornow.

Sulingen – Mit dem Sieg des schottischen Dart-Profis Peter Wright endete kürzlich die PDC World Darts Championship 2022 in London. Seit Jahren hat dieses Turnier viele Fans auch in Deutschland – aber wirkt sich das auch auf die heimischen Dartclubs aus?

In den letzten drei, vier Wochen habe er fünf Anfragen von Menschen gehabt, ob sie mal zum Training kommen dürften, berichtet Tobias Meyer, 1. Vorsitzender des vor 35 Jahren gegründeten Sulinger Clubs „D’Artagnans“. Entweder seien die Anfragen über Bekannte gekommen oder über die Internetseite des Clubs (www.dartagnans.de). Das Problem dabei sei allerdings, dass aufgrund der Pandemie aktuell nicht trainiert werden könne: „Man muss sehen, was daraus wird, wenn wir wieder etwas anbieten können.“

Grundsätzlich sei der Club offen für Interessierte, auch wenn der Unterschied zwischen der WM-Übertragung und dem eigenen Ausprobieren groß sei: „Die Leute sehen im Fernsehen, was die Profis aufs Board feuern, und merken hier dann, dass dahinter eine ganze Menge Training steckt.“

„Laufpublikum“ fehlt

Viel wichtiger als die Übertragung sei für das Gewinnen von Neueinsteigern jedoch etwas anderes, sagt der Vorsitzende: „Seit wir nicht mehr in einer Kneipe sind, haben wir kein Laufpublikum mehr.“ Bis vor 20 Jahren habe der ganze Club nur aus Gästen des „Amtsschimmels“ bestanden, und während man dort trainiert habe, seien jedes Jahr ein, zwei Neulinge hinzugekommen. Seit 2008 habe der Club seine Heimat jedoch in der Schützenhalle an der Breslauer Straße, und damit fehlten die Kneipengäste, die fragten, ob sie das auch mal ausprobieren dürften und dann dabei blieben.

„Die Spielstätte als solche ist optimal“, betont dagegen der 2. Vorsitzende Wolfgang Zornow. Eben weil es keine Kneipe sei, könnten auch Jugendliche mitspielen, und bei den „D’Artagnans“ gebe es Mitglieder von Anfang 20 bis 79 Jahren. „Das ist familiär, und wir treffen uns nicht nur zum Darten.“ Der Spaß am Sport stehe im Vordergrund, nicht der Leistungsgedanke.

Klischee der „Kneipensportart“ ist überholt

Dart gelte immer noch als „Kneipensportart“, weiß Zornow, aber es sei ein anspruchsvoller, kopfgesteuerter Sport. Es habe lange gedauert, bis der damalige Bürgermeister Dirk Rauschkolb erstmals zu den offenen Stadtmeisterschaften gekommen sei, obwohl daran auch Bundesligaspieler und WM-Teilnehmer teilgenommen hätten.

Wer es selbst einmal ausprobieren möchte, kann sich an den Vorsitzenden wenden (E-Mail: toby@dartagnans.de). Dartpfeile zum Ausprobieren stelle der Club gerne, ansonsten seien Sets für Einsteiger bereits ab 20 oder 30 Euro erhältlich. Mit Board, stabiler Wand zum Aufhängen und Schreibtafel komme man auf etwa 110 Euro Kosten zum Einstieg, so Meyer.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Einbruch: 90-Jährige schläft während der Tat vor dem Fernseher

Einbruch: 90-Jährige schläft während der Tat vor dem Fernseher

Einbruch: 90-Jährige schläft während der Tat vor dem Fernseher
Freie Wähler Sulingen: Vorzug für Familien und Engagierte?

Freie Wähler Sulingen: Vorzug für Familien und Engagierte?

Freie Wähler Sulingen: Vorzug für Familien und Engagierte?
Bruchhausen-Vilsen plant voller Zuversicht das Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren

Bruchhausen-Vilsen plant voller Zuversicht das Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren

Bruchhausen-Vilsen plant voller Zuversicht das Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren
Drei Schließungen in der Diepholzer Innenstadt

Drei Schließungen in der Diepholzer Innenstadt

Drei Schließungen in der Diepholzer Innenstadt

Kommentare