Verein Palliativstützpunkt Landkreis Diepholz bespricht mit Anliegern Hospizpläne

Kaum Widerstände

Nach der offiziellen Vorstellung der Planungen für den Neubau eines Hospizes am Sulinger Wiesenweg Anfang vergangener Woche, baten Annegret Stieglitz, Vorsitzende des Vereins Palliativstützpunkt Landkreis Diepholz, und Mitstreiter die Nachbarn zum Dialog.

Sulingen - Für die Verantwortlichen des Vereins Palliativstützpunkt Landkreis Diepholz scheint die Begrifflichkeit „Transparenz“ mehr als nur eine Floskel zu sein: Nach der offiziellen Vorstellung der Planungen für den Neubau eines Hospizes am Sulinger Wiesenweg Anfang vergangener Woche (wir berichteten), baten Vorsitzende Annegret Stieglitz und Mitstreiter für Dienstagabend die unmittelbaren Nachbarn zum Dialog. Offen kommunizierte Widerstände blieben in den Räumlichkeiten der Alten Bürgermeisterei aus: „Gut, dass man jetzt auch die Gesichter kennt, die hinter dem Vorhaben stehen“, sagte Holger Knerich, Anlieger des Wiesenweges.

Die Wünsche, die unter anderem Knerich und dessen Lebensgefährtin Janine Pargmann dem Verein als Bauherren im Beisein dessen Architekten Lars Stürmer von der Immobilien- und Servicegesellschaft Himmelsthür vortrugen, bezogen sich überwiegend auf die Infrastruktur. Unter anderem stellte der Gymnasiallehrer die Zahl der aktuell in den Planungen für das Hospiz ausgewiesenen zehn Parkplätze infrage. „Details, an denen wir noch arbeiten werden“, erklärte Joachim von der Osten, Schriftführer des Vereins. „Und in die wir die Anlieger einbinden werden“, ergänzte Architekt Stürmer.

Bei derzeit acht angedachten Gästeplätzen und den Planungen des Vereins, mit der noch zu gründenden Betreibergesellschaft auf 20 Stellen zu verteilende 14 Vollzeit-Arbeitsplätze zu schaffen, keine unbegründeten Anregungen, wie Annegret Stieglitz formulierte.

Neben den Vorstandsmitgliedern Annegret Stieglitz, Joachim von der Osten und Silke Stecker sowie Koordinatorin Rieke Rohlfs stellte sich während der Informationsveranstaltung mit Petra Brackmann auch die zukünftige Leiterin des Hospizes den Anwohnern vor. Ihr Angebot: „Ich hoffe, dass wir auch über die Eröffnung hinaus miteinander im Kontakt bleiben werden“, sagte Brackmann, die aktuell noch an der Klinik Sulingen der Alexianer im Landkreis Diepholz tätig ist und zum April kommenden Jahres an die derzeit in Gründung befindliche gemeinnützige Betreibergesellschaft wechselt. Annegret Stieglitz teilt die Hoffnung der zukünftigen Hospizmitarbeiterin, die schon heute ehrenamtlich für den Trägerverein tätig ist: „Uns ist wichtig, dass Haus mit Leben zu füllen – und dazu gehört auch eine funktionierende Nachbarschaft.“

Joachim von der Osten bekräftigte am Dienstagabend noch einmal, dass der erste Spatenstich für April kommenden Jahres geplant ist, die Eröffnung dann für April des Folgejahres.

Wie das Gros der Teilnehmer der Informationsveranstaltung, zu denen unter anderem auch die CDU-Ratsmitglieder Patrick Bade und Oliver Böhm zählten, blicken auch die beiden Anlieger Wilhelma und Herbert Ripke der Eröffnung der Einrichtung positiv entgegen. Nicht nur aus städtebaulichen Gründen: „Es ist schön, wenn es Menschen gibt, die sich für so etwas einsetzen“, sagte Wilhelma Ripke. Herbert Ripke: „Und dann sollte man das auch unterstützen.“ - oti

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