Premiere der religiösen Kinderwoche

Die Geschichte von Jona im Puppenspiel

Zum Abschluss der religiösen Kinderwoche der katholischen Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung besuchten die Kinder und deren Eltern mit den Initiatoren die Moorwelten in Wagenfeld. - Foto: Privat

Sulingen - Die katholische Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung Sulingen meldet eine Premiere. „Zum ersten Mal veranstaltete die Gemeinde eine religiöse Kinderwoche“, meldet Claudia Rolke, Pastorale Mitarbeiterin der Pfarreiengemeinschaft Barnstorf, Diepholz, Sulingen. „22 Kinder im Alter von einem bis zehn Jahren waren angemeldet und hatten viel Spaß miteinander.“

Rolke und Mitstreiter hatten bei der Vorbereitung der Veranstaltungswoche alle Register gezogen. Gemeinsames Frühstück, spielen, basteln, singen, beten, tanzen und die Geschichte vom Jona und seiner Freundin Jabina als Puppenspiel bestimmten das Programm.

Rolke: „Jabina ist zwar nicht biblisch, aber was macht das schon. Sie ist halt die beste Freundin von Jona und sie hilft ihm bei der Erledigung seines Auftrages von Gott.“

Die Mitarbeiterin der Pfarreiengemeinschaft verdeutlichte den Teilnehmern der Kinderwoche die Bedeutung der Geschichte von Jona, der nach Erzählungen nach Ninive gehen sollte, um den Menschen zu sagen, dass sie sich bessern mögen. Nur so könnten sie dem Strafgericht Gottes entkommen. Jona scheute zunächst den Weg, versteckte sich auf einem Schiff. Gott entfachte einen gewaltigen Sturm, durch den das Boot in Seenot geriet. Jona wurde von einem großen Fisch verschlungen. In dessen Bauch betete er und wurde ausgespien und trat tatsächlich den Weg nach Ninive an, um die Botschaft Gottes zu verbreiten. Die Ankündigung löste bei den Niniviten eine Bußbewegung aus, die die ganze Bevölkerung einschließlich der Tiere umfasste. Rolke zog mit den Teilnehmern der Kinderwoche Vergleiche mit der Neuzeit: Kinder seien nie um Ausreden verlegen, wenn ihnen etwas nicht passt. „Jona kommt mit seinem anfänglichen Widerstand nicht weit. Auch das kennen die Kinder.“ Aber: „ Wenn man mal einen Fehler macht und es einem leidtut, dann wird einem auch verziehen. Jeder bekommt eben eine zweite Chance.“

Jeden Tag servierten die Initiatoren der Veranstaltungswoche einen weiteren Teil der Geschichte von Jona. Rolke: „Die Kinder haben das Pupenspiel sehr genossen. Jeden Tag wurde das Gehörte kreativ umgesetzt. Einige Kinder konnten es gar nicht erwarten, am nächsten Tag wiederkommen zu können, oder sie wollten nach dem Mittagessen gar nicht nach Hause.“ Die Kinderwoche fand ihren Abschluss in einem Besuch der Moorwelten in Wagenfeld.

Claudia Rolke in ihrer Abschlussbilanz: „Ein schöner Erfolg für das Konzept. Es stammt aus Ostdeutschland und wird dort schon seit Jahren immer in den Sommerferien in die Tat umgesetzt.“

Für die Sommerferien 2018 sei auch in der katholischen Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung Sulingen eine Neuauflage geplant. „Jeder, der will, kann daran teilnehmen.“

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