Karoline Eckart und Björn Teschemacher zieht es in das Weserbergland

Bürgerhaus ist geschlossen

+
Mediengruppe Kreiszeitung

Sulingen - Seit Montagabend ist Schluss: Karoline Eckart und Björn Teschemacher haben die Tür der Stadtschänke im Bürgerhaus geschlossen – und werden sie auch nicht wieder öffnen. Dienstag rollten Umzugswagen an. „Uns zieht es in das Weserbergland“, sagt Teschemacher. In der Nähe von Hameln übernimmt das Paar nach eigenen Angaben einen Restaurantbetrieb mit angeschlossenem Hotel. Teschemacher: „Wir haben hier in Sulingen mit unseren Gästen eine schöne Zeit gehabt.“

Die letzten Gäste, die er und Karoline Eckart am Montagabend bewirteten, waren die Mitglieder der „Suleraute“, des in Sulingen heimischen Fanclubs des Fußball-Bundesligisten HSV. „Mit unsere treuesten Gäste“, sagt Teschemacher. „Aber auch damit ist es jetzt vorbei.“

Die Stadt Sulingen hatte im Februar einen Rechtsanwalt eingesetzt, der die Auflösung der vertraglichen Beziehungen zum Pächterpaar des Bürgerhauses einleiten sollte.

Die Beigeordneten des Verwaltungsausschusses hatten sich einvernehmlich darauf verständigt, die Geschäftsbeziehungen zu lösen.

Details zu den Gründen waren ausschließlich hinter verschlossenen Türen beraten worden. Bürgermeister Dirk Rauschkolb hatte von der Absicht von Rat und Verwaltung gesprochen, die Verhältnisse um das Bürgerhaus neu zu ordnen. Details einer Neukonzeption der Gastronomie in dem städtischen Gebäude sind noch nicht bekannt.

Ende vergangener Woche, während der Sitzung des Sulinger Stadtrates, hatte Rauschkolb von drei Bewerbern gesprochen, die Interesse bekundet hätten, den Betrieb weiterzuführen. Namen wollte er noch nicht nennen. „Darum haben die Interessenten gebeten.“

Laut Teschemacher kämen auf die Stadt beziehungsweise die Nachfolger des Wirtepaares erhebliche Investitionen zu: Mit Ausnahme der Theke müsse neues Mobiliar beschafft werden, „im Bereich Brandschutz muss sich eine Menge tun“, die Küche sei viel zu klein. „Grundsätzlich ist fraglich, ob es eine neue Konzession gibt.“

Seit April 2008 hatten Karoline Eckart und Björn Teschemacher die Stadtschänke im Bürgerhaus betrieben, waren Mieter der Einliegerwohnung des ehemals als Superintendentur genutzten historischen Fachwerkgebäudes und als Hausmeister für das Anwesen tätig.

Das Konzept des Gebäudes sieht primär eine Nutzung der Räume durch Vereine vor; etwa für Versammlungen oder Übungsabende. Im Ergebnis hat der Pächter nicht uneingeschränkt Zugriff auf die Räumlichkeiten; mit Ausnahme der der Stadtschänke. „Das kann schnell mal zu Interessenskonflikten führen“, räumt Björn Teschemacher ein, „und bedarf ständiger Absprachen mit der Stadt. Es ist eben ein öffentliches Gebäude. Da hat man es nicht leicht als Pächter.“

Björn Teschemacher, ehemaliger Soldat auf Zeit, hatte sich 1997 im Mittelzentrum Sulingen niedergelassen. Der Gastronom auf die Frage, ob er die Entscheidung, die Stadtschänke zu übernehmen, bereue: „Ich glaube, ich würde es nicht unbedingt noch einmal machen wollen.“

oti

So geht es weiter: Delme-Werkstätten betreiben Café DELSOL im Bürgerhaus.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Beängstigender Hagel-Sturm: In Istanbul ging fast nichts mehr 

Beängstigender Hagel-Sturm: In Istanbul ging fast nichts mehr 

Sommerreise: Auf hölzernen Pfaden durch die Moorwelten Ströhen

Sommerreise: Auf hölzernen Pfaden durch die Moorwelten Ströhen

Weltrekordversuch im Dauertennis in Marhorst

Weltrekordversuch im Dauertennis in Marhorst

Sommerreise: Zu Gast im Tierpark Ströhen 

Sommerreise: Zu Gast im Tierpark Ströhen 

Meistgelesene Artikel

Auszeit auf der Lohne

Auszeit auf der Lohne

Wohnhausbrand in Twistringen: Sechsjähriger spielte mit Feuerzeug

Wohnhausbrand in Twistringen: Sechsjähriger spielte mit Feuerzeug

Aufbruch am Morgen: Landkreis-Feuerwehren helfen in Heersum

Aufbruch am Morgen: Landkreis-Feuerwehren helfen in Heersum

72-jähriger Motorradfahrer stirbt bei Unfall

72-jähriger Motorradfahrer stirbt bei Unfall

Kommentare