In Namibia

Sulinger Klimascouts bei Workshop an der Namib High School

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Gäste und Gastgeber der Namib High School, Partnerschule des Gymnasiums Sulingen, bei einer der Touren an das Meer.

Sulingen - Die fünf Klimascouts des Gymnasiums Sulingen – und mit Margot und Wilhelm Wilhelmi die beiden begleitenden Lehrkräfte – sind wohlbehalten von ihrem Besuch der Partnerschule Namib High School in Namibia zurückgekehrt.

„Vor zwei Jahren und beim Gegenbesuch der namibischen Klimascouts im letzten Jahr in Deutschland ging es allgemein um Klima, Klimawandel, Lebensräume und verantwortliches Handeln“, erklärt Margot Willhelmi. „In diesem Jahr haben sich deutsche und namibische Schüler vor allem mit (Mikro-)Plastik befasst.“ (Mikro-)Plastik war dann auch zentrales Thema beim Workshop in Swakopmund.

Die Klimascouts der Namib High School setzen sich laut Studienrätin Wilhelmi für Mülltrennung, für Recycling – und gegen den ausufernden Gebrauch von Plastiktüten ein. „Letzterer stellt in Afrika ein großes Problem dar. Nur wenige Geschäfte sind dazu übergegangen, Papiertüten zu verwenden. 

Mehrwegtaschen haben sich noch kaum eingebürgert, werden aber von den Klimascouts vor Ort propagiert. So waren unser Gastgeschenk dieses Jahr Baumwolltaschen, die namibische und deutsche mit Stoffmalstiften individuell gestaltet haben.“

Touren auf dem Meer und in die Wüste

Zum Besuchsprogramm zählten neben der Teilnahme an den Workshops Touren aufs Meer, in die Wüste, zur Oase Goanikontes, ins Township Mondesa und durch die Stadt Swakopmund. Wilhelmi: „Wir sammelten unvergessliche Eindrücke von Lebensräumen und typischen Lebewesen sowie von Land und Leuten.“

Springböcke in Swakopmund.

Der Dialog mit den Namibiern ließe festgefahrene Meinungen überdenken. Wildfleisch gelte als „bestes Gemüse“. Margot Wilhelmi: „Ackerbau ist nur sehr bedingt und auch nur weiter im Norden des Landes möglich. Er wird zusätzlich dadurch erschwert, dass es seit 2011 keinen nennenswerten Regen mehr gab. Obst und Gemüse wird hauptsächlich aus Südafrika eingeführt.“ 

Wild aber streife nahezu allerorts durch die trockenen Steppen und ernähre sich von trockenem Gras. „Einige Arten, wie die Springböcke, zieht es sogar auf Golfplätze oder andere Grasflächen in den Städten. Die Springböcke auf dem Swakopmunder Golfplatz sind überhaupt nicht scheu.“

Mit Proteinen versorge sich die Bevölkerung im südlichen Afrika nicht selten anhand von Mopane-Würmern (Schmetterlingsraupen). Margot Wilhelmi: „Aber das erfordert für den europäischen Gaumen doch Überwindung.“

Ermöglicht worden war die Reise nach Namibia durch den Verein Sonnenkinderprojekt Namibia und die Bingo-Umweltstiftung.

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