Es wird auch frisch geröstet

Der Kaffee ist fertig: Offene Tür im Café am Stadtsee

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Fertig: Nach dem Röstvorgang, der etwa 16 bis 20 Minuten dauert, können die Bohnen raus, zur Abkühlung.

Sulingen - Lecker. Es duftet im Café am Stadtsee. Der Kaffeeröster kann einfach nicht an sich halten und verrät bereits mit leichtem Hauch, was er in etwa 20 Minuten frisch gebräunt zur Kühlung freigeben wird.

Der gusseiserne Röster ist das technische Herzstück von „Sulebon“, Dörte Knake und Shambel Seyfu aber haben es sprichwörtlich in der Hand, aus den angelieferten Kaffeebohnen genießbare Köstlichkeiten zu machen. Per PC werden alle Röstvorgänge festgehalten und überwacht. So kann, wenn ein Vorgang besonders gelungen ist, dieser wiederholt werden. Und derzeit wird zügig ein Sack nach dem anderen geröstet, Kaffeebohnen aus 14 Ländern stehen zur Auswahl. 

Dörte Knake mit den noch grünen Maragogype-Bohnen.

Der eine besonders magenfreundlich, der andere besonders für Vollautomaten geeignet – sie alle sollen am kommenden Sonntag, 11. Februar, beim Tag der offenen Tür der „Sulebon-Kaffeerösterei“ im Café am Stadtsee präsentiert werden. In der Zeit von 11 bis 18 Uhr können die Besucher Informationen über das Kaffeerösten erfahren – während tatsächlich geröstet wird.

Die Bohnen werden nicht alle bei gleicher Temperatur gebräunt, nicht alle gleich lang. Sie sind auch nicht alle gleich geformt: Die sogenannten Pearlbohnen aus Indien etwa haben einen besonders intensiven Kaffeegeschmack, weil sie eben nicht, wie die anderen, gespalten sind. Sie sind deutlich kleiner als die „Elefantenbohnen“, die Maragogype aus Nicaragua, die besonders magenfreundlichen Genuss versprechen. Und sich während des Interviews bei 170 Grad immer mal an der kleinen runden Scheibe blicken lassen, um ihren Bräunungsgrad herzuzeigen.

Shambel Seyfu mit den frisch gerösteten Bohnen.

Und dann folgt der erste „Crack“. Sagt Dörte Knake. Der Laie hat ihn nicht gehört, aber es duftet weiterhin köstlich. Der Crack, ein Geräusch, gibt den Kaffeeröstern das Signal, die Temperatur zu erhöhen, weil die Röstung bald beendet ist. Nun können dank einer speziellen Schaufel Proben genommen werden (und die Bohnen zurück in die Röstung gegeben werden) und Shambel Seyfu und Dörte Knake prüfen, ob die Bohnen fertig sind. 

Im Ausschank werden drei Kaffeesorten sein, Knakes Favorit aus Indonesien, Seyfus Favorit – natürlich der Yirga Cheffe aus Äthiopien – und der Kenovo aus Kenia. Mit Letzterem unterstützt die Sulinger Kaffeerösterei ein besonderes Projekt in dem Land, denn 35 Cent pro Kilogramm gehen direkt dorthin.

Mittlerweile ist der Kaffee fertig, der Duft wird richtig intensiv. Die zuvor sechs Kilogramm schweren, grünen, nassen Bohnen bringen nach dem Rösten, trocken und braun, noch gut fünf Kilo auf die Waage. Sie müssen nun ausgasen, werden dann verpackt und sind am Sonntag zu kaufen. Ebenso wie die anderen Kaffeesorten, gemahlen oder als Bohnen, darunter auch Espresso.

sis

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