70 Jugendliche begeistern Sulinger Publikum mit Musical „Petrus – Der Jünger“

Enthusiasmus steckt an

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Schwungvoll-mitreißende Songs boten die Jugendlichen mit großer Professionalität dar.

Von Martina Kurth-Schumacher. „Ihr habt geniale Kinder! Danke, dass ihr so mutig wart, sie uns anzuvertrauen“, lobte Chorleiterin Susanne Farkhar die Eltern der jungen Akteure, die am Samstagabend ihre kleine Tournee mit einem Konzert im Sulinger Stadttheater beendeten.

Der Grad der Begeisterung über die gelungene Aufführung des biblischen Musicals „Petrus – Der Jünger“ zeigte sich am lautstarkem Applaus des Publikums. Und an einer vollen Spendenkasse. Zum sechsten Mal war die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Sulingen Gastgeber der christlichen Jugendorganisation „Adonia“, die regelmäßig Musik-Camps und anschließende Konzerte organisiert. 34 Projektchöre touren in diesem Frühjahr mit dem Musical „Petrus“ durch Deutschland – jeweils mit 70 Mitwirkenden im Alter zwischen zwölf und 19 Jahren. Der Chor aus der Region Hannover absolvierte Aufführungen in Lemgo, Holzminden, Minden und Sulingen, denen vier Tage intensiver Proben vorausgegangen waren. Lieder und Texte hatten die Jugendlichen im Vorfeld anhand von Tonträgern auswendig gelernt, in Lemgo folgte die Feinabstimmung und die Besetzung der Solo-Parts.

Adonia im Stadttheater

Das Musical von Markus Hottiger und Markus Heusser rankt sich um den Fischer Simon Petrus, der von Jesus von Nazareth in seine Nachfolge berufen wird. In Wort und Musik beleuchtet es die Schwächen und Stärken des bedeutendsten Jüngers. Schwungvoll-mitreißende Songs und ebenso eindringliche wie humorvolle Dialoge geben seiner Figur Kontur.

Die Jugendlichen waren schauspielerisch und musikalisch überzeugend: Band, Chor, Solisten und Ensemble zogen das Publikum im Stadttheater von der ersten Minute an in ihren Bann. Ihr Enthusiasmus steckte an, ihre Professionalität beeindruckte: Mehrstimmiger Chorgesang, ein blendendes Zusammenspiel mit der Band sowie minutiös einstudierte Theater-Szenen und Choreografien zeugten von der Identifikation der Jugendlichen mit der Musik. Und mit der Botschaft, die der Projektchor mit der „Adonia-Hymne“ als Zugabe noch einmal auf den Punkt brachte: „Unser Land braucht neuen Glauben, die Vision der neuen Welt...“.

Projektleiterin Svenja Baumann zeigte sich „überwältigt“ von der Leistung des Ensembles. Ihr Dank galt den 70 Jugendlichen und den neun ehrenamtlichen Mitarbeitern. Laut Christa Funck, Koordinatorin vor Ort, hatten auch neun Jugendliche aus der Sulestadt für das Projekt auf eine Woche Ferien verzichtet: Leon Hötker, Anna-Felina Focke, Marie Baumbach, Elias Baumbach, Jona Schafmeyer, Esther-Marie Fietze, Rebecka Wübbold und Justis Kaars standen als Mitwirkende auf der Bühne.

Rebecka Wübbold war bereits das fünfte Mal dabei. „Mir gefällt die Gemeinschaft“, betont die 17-Jährige. Wichtig sind ihr auch die christlichen Inhalte: „Über die Musik bleiben sie nachhaltiger in Erinnerung, als wenn man sie in der Bibel liest.“ Dass sich die Sulinger Teilnehmer spontan für das nächste Adonia-Projekt angemeldet haben, spricht für sich.

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