„Jawoll“: Rat will Ansiedlung / Gespräche

Rauschkolb: „Das ist Quatsch“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Sulingen - Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb wetterte am Donnerstagabend während der öffentlichen Sitzung des Rates gegen soziale Netzwerke, gegen Facebook, Twitter & Co. „Es ist wirklich nicht alles sozial, was da passiert“, sagte der Bürgermeister mit Blick auf die anhaltenden Diskussionen um die Ansiedlung eines „Jawoll“-Marktes im Sulinger Gewerbegebiet Ost. „Rat und Verwaltung sind nicht gegen die Ansiedlung. Alle anderen Verlautbarungen kann ich nur als Quatsch bezeichnen.“

Der Bürgermeister bezog sich insbesondere auf Kommentierungen auf der Internet-Plattform Facebook, in denen User Rat und Verwaltung Verhinderungspolitik vorwerfen. Rauschkolb: „Der Rat hat sich mit großer Mehrheit für die Ansiedlung ausgesprochen, daran hat sich bis heute nichts geändert.“ Die Beratungen im Ausschuss für Bau, Planung und Verkehr seien ausschließlich der Intervention durch die Aufsichtsbehörde Landkreis geschuldet. Der Fachausschuss hatte sich dafür ausgesprochen, die eingeleitete Bauleitplanung aufzuheben. Die Mitarbeiter des Landkreises vertreten die Auffassung, dass ein Markt mit einer Verkaufsfläche von 2300 Quadratmetern und zusätzlichen 700 Quadratmetern im Freien nicht genehmigungsfähig sei; zumindest nicht außerhalb des zentralen Versorgungsbereiches, sprich der Innenstadt. Laut Mitteilung der Mitarbeiter der Stadtverwaltung sei ein Zielabweichungsverfahren nicht unbedingt Erfolg versprechend. Während der Sitzung des Fachausschusses hatte der Bürgermeister auf entsprechende Gespräche mit den Mitarbeitern des Amtes für regionale Landesentwicklung in Hildesheim verwiesen. Rauschkolb: „Ob wir den Markt wollen oder nicht, über diesen Punkt sind wir längst hinaus.“

Beraten wurde die Empfehlung des Fachausschusses, die Bauleitplanung aufzuheben, während der öffentlichen Ratssitzung am Donnerstag nicht. Der Verwaltungsausschuss hatte sich unmittelbar vor der Ratssitzung dafür ausgesprochen, zunächst Gespräche mit dem Büro „Stadt und Handel“ in Dortmund abzuwarten. Um dieses Gespräch hatte Investor Jan Schwabe von „Möbel Müller & Co.“ gebeten. Angesetzt sind die Beratungen für Dienstag, 30. Juni.

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