Team zieht positive Bilanz

Ein Jahr Hospiz „Zugvogel“

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Ein Teil des „Zugvogel“-Teams: Einrichtungsleiterin Petra Brackmann, Anja Lüdeke (Verwaltung), Sandra Behrens (Pflegedienstleiterin), Melanie Hüsken (Hauswirtschaftsleiterin), Nicole Meyerhof (Reinigungskraft), Michaela Klei (Palliative-Care-Kraft), Ina Seliger (Palliative-Care-Kraft und stellvertretende Pflegedienstleiterin; von links).

Sulingen – Vor einem Jahr eröffnete das Hospiz Zugvogel am Wiesenweg in Sulingen. Einem ganzheitlichen, lebensbejahenden Konzept folgend, das weit mehr beinhaltet als Pflege und ärztliche Versorgung, begleiteten seine Mitarbeiter in den vergangenen zwölf Monaten 120 Schwerstkranke und Sterbende im Alter zwischen 30 und über 80 Jahren auf ihrem letzten Weg.

Einrichtungsleiterin Petra Brackmann und ihr Team, zu dem 33 Mitarbeiter gehören – medizinische Fachkräfte und Therapeuten, Pflege- und Hauswirtschaftspersonal – waren mit Elan gestartet. Dass sich Wunsch und Wirklichkeit weitgehend decken, ist die Kernaussage ihrer Bilanz. 99 Prozent der Rückmeldungen würden zeigen, dass sie dem hohen Anspruch gerecht werden, für Bewohner und ihre Angehörigen einen Wohlfühlort zu schaffen. Dank der personellen, räumlichen und technischen Ausstattung seien Pflege, Betreuung und Begleitung individuell zugeschnitten auf die jeweiligen Bedürfnisse.

Die acht Zimmer sind durchgängig belegt, die Bewohner kommen schwerpunktmäßig aus dem Landkreis Diepholz, aber auch aus den Bereichen Nienburg, Verden, Oldenburg, Rotenburg, Bremen und Hannover. Den Kontakt zum Hospiz knüpfen die Palliativstützpunkte, die Sozialdienste der Kliniken oder die Angehörigen selbst.

Erstes Ziel sei die Versorgung der Patienten in ihrem heimischen Umfeld, sagt Petra Brackmann. Wenn ambulante Versorgungsstrukturen nicht mehr ausreichen und eine Krankenhausbehandlung nicht notwendig ist, greift das Angebot des stationären Hospizes. Mit den hauptamtlichen Koordinatorinnen und den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Ambulanten Hospizdienstes arbeite man eng zusammen.

Petra Brackmann blickt auf viele denkwürdige Ereignisse des letzten Jahres zurück: „Wir hatten eine Taufe und eine Trauerfeier hier im Haus, und vor zwei Wochen haben wir sogar eine Hochzeit gefeiert: mit Blumen, Geschenken und Spalier. Das war für uns alle besonders – auch für die Standesbeamtin.“ Das „Zugvogel“-Team habe sich auf die Fahnen geschrieben, der Krankheit nicht mehr Raum als nötig einzuräumen. Feste mit Angehörigen sind wichtiger Bestandteil des Angebots, eine Lesung in der Wohnküche für Bewohner und Angehörige, Nachbarn und Sponsoren war ein weiterer Höhepunkt. Und auch musikalische Gäste sind gern gesehen: Der Gospelchor aus Sulingen, der Bläserchor Varrel und der Spielmannszug Kirchdorf haben bereits kleine Konzerte in der Einrichtung gegeben. Alle 14 Tage ist außerdem Klinik-Clownin „Siba“ im Hospiz zu Gast.

Maltherapie gehört zu den zahlreichen Angeboten für Bewohner und Angehörige. In Planung sind ein Kreativangebot speziell für die männliche Klientel und das Projekt „Erinnerungsbox“ für Fotos, Briefe und persönlich gestaltete kleine Schätze.

Zwei bis drei Mal jährlich gedenkt man der Verstorbenen im Rahmen von Gedenkfeiern im „Café Delsul“. Petra Brackmann: „Sie sind auch wichtig für den Austausch unter den Angehörigen, die im Hospiz nicht nur mit uns, sondern auch untereinander eine intensive Zeit verbracht haben.“ Gern nehme man in diesem Rahmen auch Anregungen auf, betont Petra Brackmann: „Schließlich möchten wir uns weiterentwickeln.“  

mks

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