Ivonne Arndt verstärkt Team

Palliativstützpunkt in Sulingen: Zuversicht am Lebensende geben

Im Palliativstützpunkt: Peter Lomnitzer, Ivonne Arndt und Bianca Şengün (von links).
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Über Neuzugang Ivonne Arndt (Mitte) im Team des Palliativstützpunktes im Landkreis Diepholz freuen sich Peter Lomnitzer und Bianca Şengün.

Sulingen – Das Team des Palliativstützpunkts im Landkreis Diepholz hat Zuwachs bekommen: Seit dem 1. April verstärkt Ivonne Arndt als festangestellte Fachärztin den Kreis der Mediziner.

„Damit sind wir jetzt fantastisch aufgestellt“, freut sich Bianca Şengün, leitende Koordinatorin des Palliativstützpunkts. Zum Ärzteteam gehören weiterhin Dr. Gerd Altrogge und Dr. Peter Lomnitzer neben Dr. Gerd-Christian Kampen (Bassum), Martin Both (Sulingen) und Thomas Wiemann sowie als kooperierender Arzt Dr. Christoph Lanzendörfer aus Bassum. „Wir sind glücklich, so gut aufgestellt zu sein, das macht so viel mehr möglich in der guten palliativen Versorgung im Landkreis.“

Die Palliativarbeit ist für Ivonne Arndt kein Neuland, denn sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Palliativstützpunktes. Über 20 Jahre führte sie eine eigene Praxis als niedergelassene Hausärztin, sie ist weiter als leitende Notärztin tätig, war zeitweise Impfärztin und sammelte auch schon Erfahrungen als leitende Rallyeärztin und als Ringärztin beim Boxen. „Mir war immer wichtig, den Menschen in ihrer Erkrankung ein Stück Würde zurückzugeben.“ Indem versucht werde, die Symptome so weit zu kontrollieren, dass es aushaltbar werde, bekomme der Patient auch wieder Lebensqualität zurück.

Team ist deutlich angewachsen

In der Arbeit des Palliativstützpunktes habe sich in den vergangenen Jahren viel verändert, erläutert Bianca Şengün. 2017 habe die Einrichtung angefangen mit zwei Koordinatorinnen und Gerd Altrogge, und nun sei das Team so weit angewachsen: „Uns alle leitet der Gedanke, die palliative Versorgung im Landkreis bestmöglich auszubauen.“

Inzwischen würde die ambulante palliative Versorgung, wie sie der Palliativstützpunkt leiste, „immer häufiger mit ins Boot geholt.“ Zwar erlebten die Mitarbeiter immer noch, „dass Ärzte nicht wissen, was wir als unterstützende Versorgung leisten und wie wir arbeiten, aber die Zusammenarbeit wird immer besser.“

Palliativbetreuung wird zunehmend verordnet

Die Palliativbetreuung werde zunehmend von Hausärzten und Krankenhäusern verordnet, sagt Bianca Şengün. „Auch immer mehr Patienten treten an ihre Hausärzte heran mit dem Wunsch, die Versorgung verordnet zu bekommen, weil sie wissen, dass es das gibt“, ergänzt Ivonne Arndt. Mit dieser Unterstützung gelinge dies den Familien immer besser, ihre Angehörigen zu Hause zu pflegen, weil sie wüssten, dass sie nicht alleine sind. „Viele Menschen möchten auch gerne zu Hause sterben, und so haben sie die Zuversicht, am Lebensende gut versorgt zu sein.“

„Die Palliativmedizin ist ein ganz kleiner Bereich im Gesundheitswesen, ein Fitzelchen nur“, so Bianca Şengün. „Das fordert ganz besondere Menschen heraus – und die finden sich hier.“ Dabei sei der Palliativstützpunkt immer offen für weitere Verstärkungen.

Distanz überbrücken durch mehr reden

Aktuell leide die Arbeit allerdings unter den Bedingungen der Pandemie, wie überall im Gesundheitswesen, stellt Bianca Şengün fest. „Corona macht es für uns nicht einfacher, denn man kann niemanden einfach mal so drücken.“ Die Distanz müsse stattdessen durch mehr reden überbrückt werden. Gerade in der Palliativmedizin müsse viel Empathie gezeigt werden, fügt Ivonne Arndt hinzu, aber durch die Maske fehle ein Teil der Mimik: „Das erleichtert die Sache nicht.“

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