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Irmgard Sillmen-Herman ist neue Leiterin des Sulinger Finanzamts

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Von: Martina Kurth-Schumacher

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Regierungsdirektorin Irmgard Sillmen-Herman vor ihrem neuen Arbeitsplatz.
Regierungsdirektorin Irmgard Sillmen-Herman vor ihrem neuen Arbeitsplatz. © Kurth-Schumacher

Sulingen – „Der Empfang war freundlich und herzlich, hier herrscht offensichtlich ein guter Geist“, hat Regierungsdirektorin Irmgard Sillmen-Herman festgestellt, als sie am 10. März von den Sachgebietsleitern als neue Chefin des Finanzamts in Sulingen willkommen geheißen wurde. Besonders angetan ist sie davon, dass sich viele Kollegen als Gemeinschaft vorgestellt haben und ganz offensichtlich über ihren eigenen Schreibtisch hinausdenken: „Sie sprechen vom ‚Amt‘ und nicht von ihrem Arbeitsplatz. Das gefällt mir“, sagt die 58-Jährige.

Sie sei „froh und stolz“, die Nachfolge von Regierungsdirektorin Agnes Hoffmann, die Anfang Juni 2021 zum Finanzamt Cloppenburg wechselte und mittlerweile das Finanzamt in Vechta leitet, anzutreten. Irmgard Sillmen-Herman ist sich sicher: „Wir werden hier gut zusammenarbeiten.“ Die Juristin, Mutter zweier erwachsener Kinder, begann ihre Karriere 1993 beim Finanzamt Kreuzberg (Berlin) und hatte ab 1999 verschiedene Funktionen in der niedersächsischen Steuerverwaltung inne. Unter anderem war sie in den Veranlagungsfinanzämtern Osnabrück-Stadt und Quakenbrück in Führungspositionen tätig, in den letzten drei Jahren bekleidete sie das Amt der stellvertretenden Leiterin des Finanzamts für Großbetriebsprüfung Osnabrück.

Im Finanzamt Sulingen ist Irmgard Sillmen-Herman verantwortlich für 117 Beschäftigte, die im Jahr 2021 ein Aufkommen an Besitz- und Verkehrssteuern von über 342 Millionen Euro erzielt haben. Dass 16 angehende Fachkräfte zu der Belegschaft gehören, freut sie besonders: „Sulingen bildet über Bedarf aus. Das spricht für die gute Qualität. Dieses Level möchte ich halten und weiterentwickeln.“ Die Nachwuchsgewinnung bleibe wichtiges Ziel. Eine große Aufgabe der nächsten Monate werde außerdem die Umsetzung der Grundsteuerreform sein: Allein im Bereich des Finanzamtes Sulingen sind rund 42 500 Grundstücke neu zu bewerten. Ende März sollen die Programme für die Bearbeitung der Steuererklärungen für 2021 laufen. Sillmen-Herman: „Ab Mai werden die ersten Steuererstattungen erfolgen.“

Ihren Führungsstil beschreibt die Regierungsdirektorin als kooperativ und kollegial: „Ich bin für flache Hierarchien. Und meine Tür steht immer offen. Ich möchte meine Mitarbeiter kennenlernen und ihnen gerecht werden.“ Dazu gehöre auch, die Vielfalt der Arbeitsmöglichkeiten zu nutzen – wie etwa „Homeoffice“, das im Bereich der Großbetriebsprüfung schon lange an der Tagesordnung sei. Familienfreundliche Konzepte „mit Vertrauen zu begleiten“ bedeute Wertschätzung der Mitarbeiter und sorge erfahrungsgemäß für zusätzliche Motivation.

Das Sulinger Land sei ihr bislang völlig unbekannt. Gereizt habe sie die Leitung des kleinen Amtes im Herzen von Niedersachsen nicht nur wegen des Karrieresprungs: „Es sprach vieles dafür. Die Kleinstadt hat Charme, und sie scheint lebendig zu sein: Dass wir 560 Vereine betreuen, zeugt von großem Bürgerengagement.“

Ihren Lebensmittelpunkt will Irmgard Sillmen-Herman in Osnabrück behalten, Sulingen soll aber mehr als ein Arbeitsort sein. Die 58-Jährige ist zurzeit auf Wohnungssuche: „Ich möchte hier Zeit verbringen und Sulingen kennenlernen – vielleicht am besten mit dem Fahrrad.“ Irmgard Sillmen-Herman geht pragmatisch vor: „Ich werde mir eins in Sulingen kaufen, dann muss es nicht mit umziehen.“

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