Geflügelzuchtverein: Ortsschau

Internationales Flair

Die Organisation war in diesem Jahr „nicht ohne“, erklärte Wolfgang Vallan, Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins von 1896.

Sulingen - Die Organisation war in diesem Jahr „nicht ohne“, erklärte Wolfgang Vallan, Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins von 1896 Sulingen: „Wir hatten im Vorfeld einige Pannen...“ Die Besucher der Lokalschau und der angeschlossenen Hauptsonderschau seltener Zwerg-Wyandotten merkten das nur am Rande.

Der Verein stellte am Wochenende in der Schützenhalle an der Breslauer Straße 754 Tiere vor: 243 in der Orts-, 511 in der Sonderschau. Das Federvieh machte mit eifrigem Geschnatter und Gekrähe auf sich aufmerksam. Jenseits der Käfige staunten Laien über die bunte Vielfalt der Züchtungen, „Profis“ fachsimpelten über optische Eindrücke von Kamm bis Kralle oder probate Eigen-Futtermischungen.

Die Ausstellungsleiter Wolfgang Vallan und Marcel Brümmer freuten sich über die große Resonanz: Spitzenzüchter aus dem gesamten Bundesgebiet und aus Dänemark nahmen bis zu 750 Kilometer lange Wege für die Teilnahme an der Zwergwyandotten-Sonderschau in Kauf. Diese zog auch Publikum aus der Schweiz und den Niederlanden. Ein kleiner Baustein des internationalen Flairs: Ein Züchter und Fotograf hatte im Luftgewehrstand ein Hühner-Fotostudio eingerichtet.

Stammgäste der Ortsschau vermissten die Tafeln, die üblicherweise Aufschluss über Namen und Merkmale der jeweiligen Rassen geben. „In diesem Jahr war das nicht möglich, aus Platzgründen haben wir Zwerghühner und Tauben zweireihig aufgebaut“, sagte Wolfgang Vallan. Seine Vereinskollegen boten sich jedoch auch Nicht-Eingeweihten als kompetente Gesprächspartner an.

Nur wenige Vereine haben die räumlichen Möglichkeiten, eine Ausstellung in diesem Umfang zu organisieren. Die Sulinger Geflügelzüchter finden in der Schützenhalle optimale Bedingungen, und sie haben die Motivation und den Idealismus, solche Veranstaltungen aktiv zu unterstützen. Vallan: „Alle 24 Mitglieder und ihre Familien sind in irgendeiner Weise beteiligt.“ Der Erlös der Schau fließt in die Vereinskasse – für die Jugendarbeit und für gemeinsame Unternehmungen.

Auch Bürgermeister Dirk Rauschkolb ließ sich die Finessen der Hühnerzucht und -haltung erklären. Das Engagement des Sulinger Vereins sei ein Plus für die Region, betonte er. So wie ein Ehepaar aus Berlin hatten viele auswärtige Gäste im Rahmen einer zweitägigen Landpartie „ganz nebenbei“ die Vorzüge der Sulestadt entdeckt. 

mks

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