Internationaler Frauentag in der Alten Bürgermeisterei / Frauen aus dem Sulinger Land im Dialog

Spätestens beim „Spiegeltanz“ bricht das Eis

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Internationaler Frauentag in der Alten Bürgermeisterei mit „mehr Gästen als erwartet“, sagt Anke Harzmeier.

Sulingen - „Wir sind wesentlich mehr als erwartet – das freut uns“, sagte Gleichstellungsbeauftragte Anke Harzmeier am Dienstagnachmittag bei der Begrüßung der Gäste: Knapp 80 Frauen hatten die Anregung aufgenommen, den Internationalen Frauentag in der Alten Bürgermeisterei gemeinsam zu begehen.

Der Weltfrauentag habe eine lange Geschichte, sagte Harzmeier. Der 8. März wurde 1921 auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen in Moskau auf Vorschlag der bulgarischen Delegation als Gedenktag eingeführt und 1977 von den Vereinten Nationen zum „Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ erkoren.

Anke Harzmeier hatte in Kooperation mit Lisa Schmidt (Frauensprecherin des Kreisverbandes Diepholz im Sozialverband Deutschland) und Deutsch-Dozentin Margarete Dünckmann zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Ihr gemeinsames Anliegen war, Frauen aus dem Sulinger Land „ins Gespräch“ zu bringen.

Margarete Dünckmann, die beruflich und – aufgrund ihres eigenen Migrationshintergrunds – auch privat mit Frauen vieler Nationalitäten in Kontakt steht, hatte fünf Besucherinnen für ein Interview gewinnen können.

Naznie Fayad (Libanon), Zeynep Cali (Türkei), Freba Safi (Afghanistan), Zakie Ataya (Syrien) und Nijole Rauschenberger (Litauen) berichteten von ihren Erfahrungen als Sulinger Neubürgerinnen, insbesondere unter dem Aspekt der kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und ihren Herkunftsländern.

Silvia Gellermann animierte die Gäste zwischen den Beiträgen zum gemeinsamen Singen und Tanzen: „Bruder Jakob“, die „Jahresuhr“ oder der „Irische Segen“ waren schnell gelernt. Spätestens nach dem „Spiegeltanz“, bei dem jeweils eine Partnerin die Bewegungen der anderen synchron nachahmen sollte, war „das Eis gebrochen“.

Es gibt eine Verbindung unter Frauen – unabhängig von ihrer Nationalität; diesen Schluss zog die alters- und herkunftsmäßig bunt gemischte Gästeschar am Dienstagnachmittag in dem Bewusstsein, dass Migrantinnen einen wichtigen Part zu einer gelungenen Integration leisten.

Sie versuche, ihren Kindern sowohl die kurdische als auch die deutsche Kultur nahe zu bringen, hatte Zeynep Cali im Zuge ihres Interviews gegenüber den Teilnehmerinnen der Veranstaltung betont. Schlusswort-Qualität hatte ihre Antwort auf die Frage nach ihrem Lieblingswort in deutscher Sprache: „Alles wird gut.“

mks

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