Inklusion: TuS-Abteilung, Lebenshilfe und „Delme“ bereiten Projekt vor

Handball öffnet sich

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Wiebke Wall, Margret Herzog, Anna Brinkmann, die bei der Lebenshilfe ein Praktikum absolviert, Martina Zimmermann und Andrea Waschko-Märtens (v.l.) wollen in Sulingen eine Handball-Gruppe für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen aufbauen.

Sulingen - In den Handballsport in Sulingen hält Inklusion Einzug. „Im eigentlichen Sinne“, sagt Wiebke Wall von der Abteilung Handball des TuS. „Wir wollen Menschen mit Beeinträchtigungen und ohne über Sportaktivitäten zusammenbringen.“ Die erste Trainingseinheit ist für Mittwoch, 30. September (16 bis 17.30 Uhr), in der Sulinger Edenhalle geplant. Kooperationspartner der Sulinger Handballer sind die Delme-Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Sulingen und die Lebenshilfe Grafschaft Diepholz.

Gestaltet werden die Trainingseinheiten von Wiebke Wall und Martina Zimmermann, Mitarbeiterin der Lebenshilfe.

Beide Trainerinnen verfügen über die Übungsleiter-C-Lizenz, betreuten bisher Jugend- und Damen-Mannschaften. In der Gruppe, die das Projekt zum Laufen bringen will, arbeiten neben den beiden Übungsleiterinnen Margret Herzog, Bereichsleiterin Kindergärten und Kindertagesstätten der Lebenshilfe, sowie Andrea Waschko-Märtens vom Sozialen Dienst der „Delme“ und Klaus Müller, Betriebsleiter der Werkstätten in Sulingen, mit.

Die Idee eines (Handball-)Sportangebotes für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen hatten Margret Herzog und Wiebke Wall entwickelt. Pate standen die Bemühungen des Deutschen Handballbundes (DHB), bundesweit in Vereinen und Abteilungen Menschen mit und ohne Handicap die gemeinsame Teilnahme am Handballsport und dessen Spielbetrieb zu ermöglichen.

Das Konzept des Deutschen Handballbundes steht auf drei Säulen: dem Spielen, dem Zuschauen und dem Engagement der Sportler.

Lars Schwend, Referent für Engagementförderung des Spitzenverbandes des deutschen Handballs: „Dem Übungsleiter im inklusiven Spielbetrieb kommt eine besondere Verantwortung zu, unter anderem bei der Wahrung des angemessenen Einsatzes aller Spielerinnen und Spieler in Abstimmung mit der gegnerischen Mannschaft.“

Wiebke Wall und Martina Zimmermann sind sich dieser Verantwortung bewusst; vor allem der Anforderung, bei den Übungs- und Spieleinheiten die unterschiedlichen Möglichkeiten der Teilnehmer abzuwägen. Öffnen will die Projektgruppe die Trainingseinheiten für Interessenten im Alter ab 16 Jahren; neben Menschen mit Beeinträchtigungen eben auch welchen ohne. Zimmermann: „Ehemaligen Handballern, die – aus welchen Gründen auch immer – aufgehört haben, Seiteneinsteigern oder auch nur Leuten, die Lust haben, sich in der Gruppe mit Hand und Ball zu bewegen und sich nicht so dem Leistungsdruck aussetzen wollen.“ Ein Einstieg sei jederzeit möglich. Zu Beginn der Trainingseinheiten werde man nicht gleich „voll einsteigen“. Martina Zimmermann spricht unter anderem von Übungen, die der Verbesserung der Wahrnehmungs- und Koordinationsfähigkeiten dienen, „und natürlich viel viel Handball.“ Wichtig sei ihr, aber genauso den übrigen Mitgliedern der Projektgruppe, von Beginn an den Kontakt zu anderen Handball-Gruppen zu suchen; sei es durch den gegenseitigen Besuch bei Trainingseinheiten, Punktspielen – oder auch beim Feriencamp, das die Sulinger Handballer von Freitag bis Sonntag, 16. bis 18. Oktober, für ihren Nachwuchs planen. Wiebke Wall: „Wir nehmen unser Ziel, Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen über den Sport zusammenzubringen, sehr ernst.“

Anmeldungen und Anfragen zum ersten Schnuppertraining am Mittwoch, 30. September (16 bis 17.30 Uhr in der Edenhalle), nimmt sie ab sofort unter Tel. 04271/6769 beziehungsweise per E-Mail (wiebke.wall@gmx.de) entgegen.

oti

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