Wahlen während Mitgliederversammlung

„Initiative“: Landwehr geht

Sprachen über die anstehende „Initiative“-Jahreshauptversammlung: Sven Horstmann, der scheidende Vorsitzende John-Henrik Landwehr, Philipp Leymann und Andreas Burgo (v.l.). - Foto: Schlotmann

Sulingen - Im Vorstand der Initiative Sulingen zeichnen sich Veränderungen ab. Schon 2014 hatte John-Henrik Landwehr, noch Vorsitzender der Interessenvertretung, die Absicht durchblicken lassen, sich 2016 aus dem Vorstand zurückziehen zu wollen. Jetzt macht Landwehr ernst. Auf eine erneute Kandidatur verzichtet auch Friedrich-Wilhelm Claus, seit vier Jahren Beisitzer im Vorstand. Über die Neuzusammensetzung der Lenkungsgruppe haben die Mitglieder während der Jahreshauptversammlung am Montag, 13. Juni, zu entscheiden.

Stellvertretender Vorsitzender Philipp Leymann geht davon aus, dass neben ihm der zweite stellvertretende Vorsitzende, Björn Beuke, sowie die Vorstandsmitglieder Marc Steen, Gerd Voß und Thomas Wolter für die Vorstandsarbeit weiter zur Verfügung stehen. Der Mitgliederversammlung werde man vorschlagen, durch Andreas Burgo und Sven Horstmann die Leitungsmannschaft wieder zu komplettieren. Den geschäftsführenden Vorstand nach Paragraph 26 BGB könnten demnach Leymann, Beuke und Steen bilden.

Leymann zur Position des zukünftigen Vorsitzenden und damit zur Nachfolge von John-Henrik Landwehr: „Wenn es darum geht, dass jemand den Kopf aus dem Fenster hält, stehe ich zur Verfügung. Ansonsten setzen wir auf Teamarbeit. Das letzte Wort sprechen natürlich die Mitglieder.“ Das gelte auch für die Wahlen von Burgo und Horstmann. Leymann: „Wir sprechen nur Empfehlungen aus; mehr nicht.“

Andreas Burgo ist 44 Jahre alt und stammt ursprünglich aus Stade. Der Vertriebsspezialist verbrachte die vergangenen 15 Jahre überwiegend im Ausland; unter anderem in der Schweiz, Spanien und Italien. Vor etwa einem Jahr ließen sich der 44-Jährige und dessen Frau auf einem Hof bei Brünhausen nieder, den sie derzeit zu einem Pferde- und Hundehotel umbauen. „Wenn man etwas gerne macht, macht man das gut“, gibt das designierte Vorstandsmitglied ein Stück Lebensphilosophie preis. Seine Motivation zur Mitarbeit in der „Initiative“: „Ich gehöre zu den Leuten, die gerne etwas anschieben, um das eigene Umfeld zu verbessern. Ich denke, die Interessengemeinschaft ist da ein gutes Betätigungsfeld.“

Burgo sieht sich im Bereich der Mitgliedergewinnung gut aufgehoben, genauso in der Projektentwicklung. „Ich habe grundsätzlich Spaß daran, etwas auszuprobieren.“ Aktuell halte er es für wichtig, die Kaufmannschaft und ihr Umfeld auf die Auswirkungen des demografischen Wandels vorzubereiten. „Ich glaube, meine Erfahrungen, die ich im Ausland gesammelt habe, können dabei helfen.“ Sven Horstmann ist 37 Jahre alt, verantwortet aktuell bei der Volksbank eG Sulingen das Privatkundengeschäft als Bereichsleiter. Sein persönliches Ziel für die Mitarbeit im Vorstand der Werbegemeinschaft: „Ich halte Netzwerkarbeit für wichtig, möchte die Netzwerke beleben“; wohl nicht zuletzt mit dem Ziel der Intensivierung der regionalen Wertschöpfung.

Sieht sich Andreas Burgo primär in der Mitgliedergewinnung, kann sich der Mellinghäuser Horstmann durchaus vorstellen, ein Hauptaugenmerk auf die Betreuung der Mitglieder zu richten; inklusive deren Beteiligung an Entscheidungen und Prozessen. Laut Philipp Leymann werde er sich persönlich dafür verwenden, dass die Initiative den Weg, den John-Henrik Landwehr bei dessen Übernahme des Vorsitzes vor zehn Jahren mit unterschiedlichen Mitstreitern eingeschlagen hatte, weiter zu beschreiten. Landwehr selbst: „Wir haben immer darauf geachtet, Mehrwerte für die Mitglieder zu schaffen.“ Exemplarisch nennt er Projekte wie die so genannte betriebliche Kinderbetreuung oder auch die Einkaufsgemeinschaft Strom. „Für mich persönlich wird es immer schwieriger, den Anforderungen gerecht zu werden, weil wir mit unserer Unternehmensgruppe zunehmend auch an Standorten außerhalb Niedersachsens unterwegs sind. Deswegen habe ich mich schon vor zwei Jahren entschieden, aufzuhören.“

Philipp Leymann: „Eine Aufgabe des zukünftigen Vorstandes wird sein, das Tagesgeschäft weiter zu optimieren; etwa unsere Feste.“ Versuchen werde man, verstärkt auch wieder den Kontakt mit Werbegemeinschaften in Nachbarkommunen zu pflegen. „Wir brauchen uns nun wirklich nicht zu verstecken, können uns hier und dort aber sicherlich das ein oder andere abgucken.“ Zur Optimierung der Arbeit zählt für Leymann auch die Professionalisierung: „Mal abwarten, inwieweit uns der neue Wirtschaftsförderer der Stadt da zur Seite stehen kann – und wir uns die Dienste anderer zunutze machen; alles natürlich mit Blick auf die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes.“ oti

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