Ingrid Lühs bietet Rat und Hilfe: Seniorenservicebüro ist mittlerweile auch „Seniorenpflegestützpunkt Niedersachsen“

Betreuung für Demenzerkrankte ist in Planung

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Ingrid Lühs bietet zweimal im Monat im Familiengesundheitszentrum Sulinger Land an der Bassumer Straße Senioren und ihren Angehörigen kostenlose Beratung – Hilfesuchende können allerdings jederzeit einen Termin mit ihr vereinbaren.

Sulingen - „Heute Seniorenservicebüro, 14 bis 16 Uhr“ – der Hinweis findet sich jeweils am zweiten und vierten Dienstag eines Monats im Schaukasten am Eingang des Familiengesundheitszentrums Sulinger Land (FGZ). Ingrid Lühs bietet seit 2009 Senioren und deren Angehörigen kostenlos Rat und Hilfe an, seit 2013 gibt es die regelmäßigen offenen Sprechstunden – zunächst im Sulinger Rathaus, seit Eröffnung des FGZ in der Einrichtung an der Bassumer Straße. Auf die Resonanz wirke sich der Umzug nicht aus: „Fast alle melden sich im Vorfeld bei mir, um einen Termin zu vereinbaren. Im Schnitt sind es etwa 25 Gespräche im Monat – daraus resultieren allerdings in der Regel jeweils einige Folgegespräche.“

Wenn Angehörige Rat suchen, gehe es vor allem um die drei Etappen der Demenz: „Im Anfangsstadium ist eigenständiges Wohnen in der vertrauten Umgebung durchaus noch möglich – wenn regelmäßig jemand nach den Senioren sieht“, weiß Ingrid Lühs. Mehrere Senioren in dieser Situation leben derzeit in den Service-Wohnanlagen „Mittendrin“ des Bauvereins Sulingen, in dessen Vorstand die 71-Jährige viele Jahre hauptamtlich arbeitete und in dem sie noch immer ehrenamtlich tätig ist. Ebenso wie im Senioren- und Behindertenbeirat der Stadt sowie im Verein „Nachbarschaftshilfe“ – die Vernetzung, etwa von Pflegediensten, Sozialverbänden und ehrenamtlichen Angeboten ist Teil ihrer Arbeit im Seniorenservicebüro. Ingrid Lühs unterstützt auch beim Beantragen von Pflegegeld: „Da geht es aktuell oft um die neue so genannte ‚Pflegestufe null‘, in der Senioren Leistungen – bis zu 200 Euro – bekommen können, die bisher nicht als pflegebedürftig eingestuft wurden.“ Ferner berät sie bei der Anpassung des Wohnraums im Alter. „Anfang des Jahres ist das neue Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten. Unter anderem ist damit der Betrag, mit dem die Umgestaltung – zum Beispiel der Bäder – bezuschusst wird, von bisher 2500 auf 4000 Euro erhöht worden.“

Seit Jahresbeginn ist das Sulinger Seniorenservicebüro auch ein „Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen“ (SPN). Die vom Land geförderten Einrichtungen sind unter anderem Anlaufstellen für Seniorenservicebüros, im Sulinger Fall für die in den Samtgemeinden Kirchdorf, Siedenburg, Schwaförden und Wagenfeld, die jeweils beim Deutschen Roten Kreuz angesiedelt sind. Zu den Aufgaben der SPN-Stützpunkte gehört es zum Beispiel auch, Gesprächsgruppen für Angehörige von Demenzerkrankten einzurichten – solche Gruppen bietet Ingrid Lühs allerdings seit vielen Jahren an, ist aktuell dabei, eine neue ins Leben zu rufen.

„Außerdem sollen Betreuungsgruppen für Demenzerkrankte entstehen. Wir wollen eine solche Gruppe als wöchentliches Angebot in der Service-Wohnanlage ‚Mittendrin II‘ etablieren, ab kommendem Frühjahr“, kündigt Ingrid Lühs an. Das Prinzip ist, Angehörige von Menschen mit Demenz so für ein paar Stunden zu entlasten.

Bei Fragen und für Terminvereinbarungen ist Ingrid Lühs unter der Telefonnummer 0170/8309951 zu erreichen.

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