Gelungene Premiere in Sulingen

Kontakte und Eindrücke sammeln bei der „Infomesse Kinderbetreuung“

Ein Kind spielt an einem Tisch, während sich im Hintergrund erwachsene unterhalten.
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Während die Eltern sich an den einzelnen Ständen informierten, konnten sich die Kinder die Zeit im Spielbereich vertreiben.

Sulingen – Dass eine Premiere gut vorbereitet wird, heißt nicht, dass alles perfekt läuft. Auf Einladung der Stadt Sulingen präsentierten sich diverse Anbieter rund um das Stichwort Kinderbetreuung in der Alten Bürgermeisterei interessierten Eltern – an eine Wickelmöglichkeit hatte im Vorfeld niemand gedacht. Birgit Dullin, Leiterin des Fachbereichs I – Allgemeines und Soziales – der Stadtverwaltung, stellte einer Mutter kurzerhand die „Gute Stube“ als Wickelraum zur Verfügung, wo sonst Trauungen vollzogen werden.

Bei dieser ersten „Informationsmesse Kinderbetreuung“ sollten Eltern die Gelegenheit erhalten, sich über die unterschiedlichen Angebote in der Stadt zu informieren. Vor Ort waren Vertreterinnen aller Kindertagesstätten und Krippen sowie des Kinderhorts als auch die Tagesmütter, das Familiengesundheitszentrum und der Stadtelternrat präsent.

„Das ist ganz vielfältig hier“, lobte Wilhelm Vorholt. Gemeinsam mit seiner Ehefrau wolle er sich über die Betreuungsangebote für das erste Kind informieren. „Man bekommt hier einen guten Überblick und kann mit allen Einrichtungen in Kontakt treten.“

Großes Interesse an den Einrichtungen

Sie benötige im kommenden Jahr einen Krippenplatz für ihren Sohn, begründete Natascha Meyer-Gaumann ihren Besuch, „so kann ich besser entscheiden, wo ich ihn hingebe.“ Interessant sei für sie beispielsweise gewesen, wie groß die Gruppen in den Einrichtungen sind, welche Betreuungszeiten es gibt und wie es mit den Kosten aussieht – vor allem aber: „Ich muss auch wissen, wann ich erfahre, ob ich einen Krippenplatz bekomme, damit ich weiß, wann ich wieder anfangen kann zu arbeiten.“

Von einem großen Interesse der Eltern an den Einrichtungen konnte auch Oxana Schmidt berichten, Leiterin der Kindertagesstätte „Weltentdecker“ in Klein Lessen. Gefragt hätten die Besucher nach den Möglichkeiten in den Einrichtungen, nach den Gruppen und den Betreuungszeiten, aber besonders zu den Waldgruppen habe es viele Fragen gegeben.

Auch Tagesmütter vertreten

Als Ansprechpartnerinnen gefragt waren ebenso Andrea Twietmeyer und Martina Wrobel, die im Wechsel mit einigen ihrer Kolleginnen die insgesamt 13 Tagesmütter in Sulingen vertraten. „Die Eltern wissen, dass es Tagesmütter gibt – aber viel mehr nicht“, berichtete Andrea Twietmeyer. Sie könnten viel flexibler sein als die Einrichtungen, weil – je nach den individuellen Möglichkeiten der einzelnen Tagesmütter – eine Betreuung zwischen 6 Uhr morgens und 20 Uhr abends möglich sei, und die Kinder von Eltern in Schichtarbeit könnten zum Teil sogar bei der Tagesmutter übernachten.

„Es ist schön, dass es so gut angenommen wird“, freute sich Ina Katharina Schröder aus der Stadtverwaltung über die Besucherresonanz. Die Eltern hätten sich bei der Verwaltung nach Anmeldefristen erkundigt, nach den nötigen Unterlagen, nach Betreuungskosten oder nach der Mittagsverpflegung. Als Mitorganisatorin der Messe freute sie sich jedoch noch über ein anderes Detail: „Das Allertollste ist, dass wirklich alle Einrichtungen vertreten sind.“

Informationen helfen bei der Entscheidung

Aus ganz anderer Perspektive beobachtete Anja Kuhlmann als pädagogische Fachberaterin für die Kinderbetreuungseinrichtungen der Stadt die Veranstaltung. Die Mitarbeiterinnen aus den verschiedenen Einrichtungen seien miteinander ins Gespräch gekommen: „Das ist eine wunderschöne Atmosphäre.“

Zufrieden zeigte sich auch Birgit Dullin: „Ich bin positiv überrascht, schon kurz nach Beginn kamen die ersten Gäste.“ Im Vorfeld habe man nicht gewusst, wie es laufen würde, gerade in Coronazeiten. Den Eltern biete man damit eine „super Möglichkeit“, sich zu informieren und eine Entscheidung zu treffen.

Informationsmesse soll wiederholt werden

„Es ist toll, dass die Eltern sich jede Einrichtung ansehen können, ohne sie alle einzeln besuchen zu müssen“, ergänzte Gleichstellungsbeauftragte Anke Harzmeier, zumal es unverbindlicher sei, als sich in den Einrichtungen anzumelden.

Für das erste Mal und unter den erschwerten Bedingungen sei die Messe gut gelaufen, zog Ina Katharina Schröder abschließend Bilanz. Etwa 60 bis 70 Familien seien da gewesen, und die Rückmeldungen aus der Besucherumfrage seien „äußerst positiv“. Die geäußerten Wünsche, etwa zu detaillierten Lageplänen, wolle die Verwaltung gerne umsetzen, denn „viele wünschen sich, dass wir die Messe regelmäßig wiederholen.“

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