INTERVIEW mit „Initiative“-Vorsitzendem Philipp Leymann zur Messe 2019

„Die Informa ist eine Marke“

Philipp Leymann ist Vorsitzender der „Initiative Sulingen“. Foto: Schlotmann

Sulingen – Von Freitag bis Sonntag, 26. bis 28. April, ist das Marktgelände am Hasseler Weg im Mittelzentrum Sulingen einmal mehr Veranstaltungsort der Messe Informa. Nach 2016 führt erneut Philipp Leymann, Vorsitzender der ausrichtenden Initiative Sulingen, die Arbeitsgemeinschaft, die die Vorbereitung der Veranstaltung koordiniert. Carsten Schlotmann spricht im Interview mit Philipp Leymann über An-, Ein- und Absichten.

Blick zurück auf die Messe 2016: Herr Leymann, wie viele Kilometer haben sie während der Veranstaltung auf dem Messegelände am Hasseler Weg zurückgelegt – und gehören Blasenpflaster zur Pflichtausrüstung der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft?

Zum Glück haben wir alle keine größeren Blessuren davongetragen. Da wir noch gut zu Fuß sind, waren die oft weiten Wege kein großes Problem. Und wenn man Dinge gerne tut, so empfindet man die Belastung nicht als solche.

Sie sind Geschäftsführer von Leymann Baustoffe, Vorsitzender der „Initiative“ und engagieren sich auch in anderen Bereichen. Was motiviert sie, sich an die Spitze der Arbeitsgemeinschaft zu stellen, die die Messe vorbereitet?

Es geht uns als Orga-Team um Sulingen und die Herausstellung einer Stärke unserer Stadt. Wir haben eine funktionierende Wirtschaft, die gemeinsam handelt und dies mit Stolz zeigt – so auch mit der Informa 2019. Messen in Twistringen oder Bruchhausen-Vilsen gibt es ja zum Beispiel nicht mehr. Meine persönliche Motivation liegt im Ehrenamt: Hier kann ich öfter als sonst Dinge einbringen, die ich gut kann. Kommunikations- und Organisationstalent liegen mir nah und die Anerkennung durch die Kollegen und Mitglieder der Initiative sind eine besondere Entlohnung.

Leymann Baustoffe ist einer der Aussteller, die sich am Hasseler Weg am letzten April-Wochenende vorstellen. Welche Mehrwerte darf sich ein Aussteller von der Beteiligung an der Messer 2019 erhoffen?

Wir haben eine lange Messe-Tradition. Und Informa ist bereits eine Marke im Sulinger Land. Nach 2016 ist daher wieder mit einem Besucheransturm zu rechnen. Dank Eintrittsgeld sprechen wir ganz bewusst von Qualitätsbesuchern, die wir den Ausstellern zuführen. Wir sind der Meinung, was nichts kostet, ist heute nichts mehr wert. Der Eintrittspreis ist übrigens unverändert. Drei Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für alle Kinder, die noch nicht zur Schule gehen. In Vorgesprächen konnten wir einige Aussteller dadurch gewinnen, dass die Messe eine gute Möglichkeit für die Personalakquise ist. Ich drücke die Daumen.

Wir schreiben das Jahr 2019. Sind Marketinginstrumente wie Leistungs- und Gewerbeschauen im Zeitalter der zunehmenden Akzeptanz der Online-Medien nicht längst überholt?

Könnte man denken. Wir sehen das anders. Eine Messe mit Qualität hat immer Bestand. Wir spielen alle Trümpfe für eine erfolgreiche Veranstaltung aus: qualitativ hochwertige Infrastruktur, Organisation von Sulingern für Sulinger, ein sehr hoher Anteil von Ausstellern aus dem Sulinger Land, „Messe-Verknappung“ durch dreijährigen Rhythmus. Und mal ehrlich: Wer freut sich denn nicht, mal wieder Nachbarn, Freunde und Bekannte zu treffen. Gepaart mit Neuigkeiten hiesiger Unternehmen und einem bunten Rahmenprogramm haben wir ein dauerhaft erfolgreiches Paket geschnürt.

Anmeldungen zur Messe sind noch möglich: Wann schließen sie die Schranken – und wo kann man sich anmelden?

Derzeit liegen knapp 100 Buchungen von Ausstellern vor. Wir nehmen noch bis zum 31. März Anmeldungen entgegen.

Zur Eröffnung der Messe erwartet die Initiative Sulingen den Niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers. Welche Botschaft an die Landesregierung geben sie ihm mit auf den Weg?

Ehrenamt ist ein Faktor für eine solch erfolgreichen Messe. Die Landesregierung tut gut daran, Ehrenamt zu wertschätzen und zu fördern. Ehrenamt durch Bürokratie zu behindern halte ich für falsch. Des weiteren darf das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – der Mittelstand – nicht weiter durch steigende Bürokratie an seinem Tun gehindert werden.

Warum lohnt sich für die Besucher in der Zeit vom 26. bis 28. April ein Rundgang über das Messegelände?

Während der Messe gibt es ein attraktives Rahmenprogramm. Unsere Besucher können sich den ganzen Tag auf der Messe aufhalten, denn zu sehen und zu erleben gibt es genug: Aussteller warten mit Vielfalt, Innovationen und Sonderkonditionen auf. Gespräche ergeben sich an jeder Ecke. Die Kinder sind in der Kinderwelt gut aufgehoben. Die Sulinger Autohändler werden auf über 3. 000 Quadratmetern ihre neuesten Modelle vorstellen. Das  ist übrigens eine der größten Schauen der Region. Alles in allem bietet Messe einen sehr guten Überblick über die Sulinger Wirtschaftsleistung.

Am Messe-Samstag gestaltet die Band „Blechblos´n“ das Abendprogramm. Bürgermeister und Schirmherr Dirk Rauschkolb hat angekündigt, in Tracht zu kommen: Lederhose Wildbock antik mit Trachtenhemd und Stiefeln von Schuh-Bertl. Was ist für sie am 27. April erste Wahl?

Ich selber bin zu norddeutsch, um mich in bayerischer Tracht zu zeigen. Und Kleider machen keine Leute. Letztlich geht es auch nicht um Kleidung, sondern um einen tollen Abend mit guter Musik, einer sympathischen Band und hoffentlich vielen Besuchern. Für mich persönlich ist wichtig, dass sich die Menschen aus dem Sulinger Land mal wieder treffen und zusammen eine große Sause feiern. Gemeinsam über die Bänke hinweg klönen, tanzen und Spaß haben ist mein unangekündigtes Motto des Abends.

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