Beschäftigte sind gründlich informiert

Impfen in Sulinger „Delme“: „Es fällt echt was ab von den Leuten“

„Das ist gar nicht schlimm“, versichert Pascal Beisner: Er bekommt seine Impfung von Rettungssanitäter Constantin Neubert.
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„Das ist gar nicht schlimm“, versichert Pascal Beisner: Er bekommt seine Impfung von Rettungssanitäter Constantin Neubert.

Sulingen – Eine außergewöhnliche Aktion in den Delme-Werkstätten am Standort Sulingen: Am Freitagvormittag werden rund 205 Beschäftigte und 85 Mitarbeitende gegen Covid-19 geimpft.

Die Beschäftigten der Werkstätten mit psychischen oder körperlichen Einschränkungen wurden „im Vorfeld gründlich durch die Gruppenleiter vorbereitet und über die Impfung aufgeklärt“, berichtet der Leiter der Werkstätten Sulingen und Diepholz Klaus Müller. In Gruppengesprächen habe man die Beschäftigten über mehrere Wochen anhand eines für diesen Personenkreis entwickeltes Merkblattes des Robert-Koch-Instituts in leichter Sprache informiert.

Der in der Verpackungsgruppe beschäftigte Pascal Beisner findet die Impfung „gar nicht schlimm“, er habe keine Angst davor. „Ich finde es gut, dass heute in den Werkstätten geimpft wird“, meint der 28-Jährige, der in Steyerberg mit seinen Eltern zusammenlebt. In einem kurzen Arztgespräch mit Allgemeinmediziner Thomas Wiechmann wird er über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt, bevor er von Rettungssanitäter Constantin Neubert „den Piks“ bekommt. „Es tat überhaupt nicht weh“, sagt Pascal nach der Impfung.

Die FSJ-lerin Kaja Müller freut sich: „Die Beschäftigten sind recht fit und verstehen die Gründe für die Impf-Aktion.“ Dazu habe sie tags zuvor noch mit einer Gruppe einen Film angeschaut. Siegfried Biste, einer der Gruppenleiter im Bereich Verpackung: „Es fällt echt was ab von den Leuten, nun, da sie endlich geimpft werden.“

Die Temperatur der Impflinge misst Andrea Waschko-Märtens.

Vor einigen Wochen habe die Geschäftsführerin der Delme-Werkstätten, Nahid Chirazi, die Initiative ergriffen und die Immunisierungsaktion geplant, berichtet Klaus Müller. Das Ziel sei insbesondere, die Angehörigen zu entlasten, die sonst mit jedem einzelnen Beschäftigten in ein Impf-Zentrum hätten fahren müssen. Außerdem sollten „lange Wartezeiten auf einen Termin verhindert werden“, ergänzt die Sozialarbeiterin der Delme-Werkstätten in Sulingen Andrea Waschko-Märtens. Von Vorteil sei auch, dass die Menschen in den Werkstätten, also in einer gewohnten Atmosphäre, geimpft werden – begleitet durch die Gruppenleitungen und von Pflegefachpersonal. Auch die Ärzte Hermann Munzel und Thomas Wiechmann, die am Freitag die Vorgespräche zu den Impfungen führen, seien vielen der Beschäftigten bereits bekannt.

Von Unserer Praktikantin Johanna Sanders

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