Hochwertige Produktionen dank Einkaufsgemeinschaft auch in kleinen Häusern

Kultur in der Kooperation

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Kultur in die Region holen (v.l.) Ilsemarie Hische und Kathrin Wilken ins Theater Syke, Jörg Meyer kümmert sich als Veranstaltungsleiter in Nienburg darum und Ariane Hanselmann als Geschäftsführerin des Kulturvereins Sulingen um Kulturelles im Mittelzentrum.

Sulingen - Was läuft bei euch gut, was nicht? Und warum nicht? Auf manche Fragen fanden die Kulturschaffenden auch keine Antwort. Warum eine Veranstaltung hier den Saal füllt, aber andernorts eben nicht, bleibe ein Mysterium. Um Fragen wie diese zu besprechen, trafen sich jetzt auf Initiative von Ariane Hanselmann, Geschäftsführerin des Kulturvereins Sulingen, Kulturschaffende aus Syke, Nienburg und Sulingen im Mittelzentrum.

„Das Treffen als Austausch von Ideen werden wir wiederholen“, berichtet Hanselmann aus der nicht-öffentlich tagenden Runde.

Der Austausch über den Verlauf der gebuchten Programme (und das Grübeln über schlecht nachgefragte Produktionen) war indes nur ein Thema.

Bereits in der laufenden Saison haben sich die Sulinger und Nienburger mit zwei weiteren Häusern im niedersächsischen Umkreis zusammengeschlossen und als „Einkaufsgemeinschaft“ die „Stones-Show“ an die Standorte geholt. „Das alleine zu buchen wäre nicht finanzierbar gewesen“, erklärt Ariane Hanselmann den Grund der Kooperation. Könne ein Theaterensemble die Spielorte in günstigen Entfernungen voneinander buchen, sei der Aufwand geringer.

Für die Kulturfreunde vor Ort bedeutet das ein hochwertiges Angebot auch in kleineren Spielorten. Kooperationen dieser Art will man auch in Zukunft pflegen. Die kommende Saison haben Ilsemarie Hische und Kathrin Wilken in Syke sowie Jörg Meyer in Nienburg bereits gebucht, aber in diesem ersten Kulturtreffen signalisierten die Kollegen der Sulinger Kollegin ihre Bereitschaft, sich regelmäßig auszutauschen darüber, was gemeinsam buchbar wäre.

Als Mitglied in der niedersächsischen Inthega-Gruppe (Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen) kann sich Ariane Hanselmann Kooperationen mit weiteren niedersächsischen Häusern vorstellen – um hochwertige Produktionen auch künftig ins Mittelzentrum zu buchen.

Verständigt haben sich die Kulturschaffenden aus Syke, Nienburg und Sulingen als „Einkaufsgemeinschaft“ bereits auf ein Theaterstück im „Lutherjahr“ 2017: Dieselbe Produktion werde sowohl in Syke, Nienburg, Sulingen und Diepholz aufgeführt. Das Stück richte sich an alle, auch an Schüler. Eine schwierige Klientel, erklärt Hanselmann. Einerseits sei das Kindertheater für Mädchen und Jungen bis etwa neun / zehn Jahre nachgefragt. Doch ab da bis zum Abituralter könne man Schulen nicht in die Theater locken: Der eng gestrickte Lehrplan lasse kaum Zeit für Theaterbesuche während der Schulzeit. Das bestätigen auch die Kollegen aus Syke und Nienburg. Zwar stehe mit „Dantons Tod“ im Sulinger Programm der kommenden Saison ein Angebot aus dem Abiturkanon im Programm – mehr werde nicht angenommen, das berichten die Kulturschaffenden unisono.

„Fehlbuchungen“ kosten Geld und reißen ein großes Loch ins ohnehin kleine Kulturportemonnaie.

sis

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