Hochsaison für Gartenabteilung

Wetterkapriolen lassen Bauhof-Mitarbeiter nicht zur Ruhe kommen

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Die ausgebildeten Gärtner in den Reihen der Mitarbeiter des Bauhofes: Heiko Bodtke (v.l.), Tobias Meyer und Thomas Marquardt.

Sulingen - Wetterkapriolen – Temperaturschwankungen zwischen 15 und 30 Grad Celsius, Regen und Sonne im Wechsel: „Die Wildkräuter sprießen“, sagt Wiebke Blohm, Leiterin des Fachbereiches Bauen, Ordnung und Verkehr der Sulinger Stadtverwaltung. „Und stellten in puncto Pflegearbeiten die Mitarbeiter des Bauhofes vor echte Herausforderungen.“

Betriebsleiter Jan-Gerd Dannemann: „Wärme und Regen im Wechsel; das bringt es. Wir können nicht überall zur selben Zeit sein.“ 13 Mitarbeiter zählt der Bauhof der Stadt Sulingen aktuell: unter anderem Straßenbauer, Elektriker, Landmaschinenmechaniker, einen ausgebildeten Landwirt, Tischler, einen Gas- und Wasserinstallateur – und drei gelernte Gärtner.

13 Mitarbeiter müssen großes Gebiet betreuen

Die 13 Mitarbeiter des Bauhofes betreuen unter anderem den Mühlenhofpark und den südlichen Teil des Bürgerparks zwischen Parkstraße und Breslauer Straße, Grünzüge in den Bebauungsgebieten wie Linderner Straße und Dr.-Golm-Straße, die Bereiche am Stadtsee und am Nördlichen Suletal und an allen städtischen Einrichtungen; angefangen bei den Flächen am Rathaus über die an der Stadtbücherei bis hin zu denen an den städtischen Kindertageseinrichtungen. „Nicht zu vergessen: das Straßenbegleitgrün; wie entlang der Galtener oder der Nienburger Straße“, sagt Dannemann.

Die Arbeitspläne stellen ihn und seine Mitarbeiter vor allem im Mai / Juni immer wieder vor Probleme. „Wir wissen, dass die Leute auf unsere Mitarbeiter warten, kommen aber nicht immer gegen die Vegetation an.“ Wiebke Blohm: „Priorität hat für uns die Verkehrssicherung, der Schutz der Mitbürger und von Tieren vor Wildkräutern, die für Mensch und Tier gefährlich werden können.“ 

Grünpaten unterstützen den Bauhof

Die Fachbereichsleiterin nennt exemplarisch das Jakobskreuzkraut und die Herkulesstaude; zwei Wildkräuter, deren Kontakt allein bereits Folgen für Mensch und Tier nach sich ziehen kann. „Wann immer möglich, sind alle Bauhof-Mitarbeiter in den Beeten“, sagt Dannemann. Wohlwissend, dass die „Kollegen“ während der Hauptvegetationsperiode von April  /  Mai bis in den Herbst an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stoßen. „Und das, obwohl wir hier und da externe Hilfe in Anspruch nehmen und auch auf Unterstützung von Mitbürgern zurückgreifen; etwa die unserer Grünpaten.“

Hochbeete an der Kampstraße: Schön anzusehen, aber für die Mitarbeiter des Bauhofes pflegeaufwendig.

Wiebke Blohm spricht von „40 bis 50 Kooperationsvereinbarungen“, die die Mitarbeiter der Stadt Sulingen mit Bürgern abgeschlossen hätten. „Überwiegend Grünpatenschaften für Beete und kleinere Rasenflächen in unmittelbarer Nachbarschaft der Gärten der Anlieger, die sich unentgeltlich um die Bereiche vor ihrer Haustür kümmern wollen. Vor allem in den Ortschaften sind die Mitbürger sehr engagiert und sehen die Grünpflege als ihre Aufgabe an“, so Blohm. Die Mehrwerte für die Paten? „Die Erstbepflanzung übernehmen wir in Absprache mit den Mitbürgern“, erklärt Blohm. „Also auch die Kosten. Das kommt gut an. Später unterstützen wir bei Bedarf; etwa durch die Anlieferung von Rindenmulch.“ Die Fachbereichsleiterin mit Blick auf die Vielzahl der Flächen, die die Stadt in ihrer Obhut hat: „Es dürften ruhig noch ein paar Paten mehr werden.“

oti

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