Hochbauarbeiten ab März

Neubau Grundschule: „Ein cooles Konzept“

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Das Modell der zukünftigen Grundschule, das zurzeit im Rathaus der Stadt ausgestellt wird.

Sulingen - „Die Schwierigkeit war, den Alt- mit dem Neubau zu verbinden – und ein Gegengewicht zum Satteldach des verbleibenden Gebäudebestandes zu schaffen“, sagt Bernd Lange vom Sulinger Büro Landwehr und Partner. Und: „Die Planungen eines Kastens, in dem sich Raum an Raum anschließt, lag uns fern.“ Gemeinsam mit Andreas Körner, neben John-Henrik Landwehr Geschäftsführer des Generalunternehmers „casa“-Baubetreuungsgesellschaft, und Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb sprach Architekt Lange am Freitag über die Planungen für den Neubau der Grundschule an der Straße Am Deepenpool.

9,6 Millionen Euro stellt die Stadt Sulingen für den Umbau von Teilen des ehemaligen Realschulgebäudes und den Neubau zur Verfügung. Bis die Abrissbirne sich in Richtung des ehemaligen Realschulgebäudes in Innenstadtnähe auf den Weg macht, werden laut Andreas Körner noch ein paar Tage ins Land streichen. „Wir erwarten die Genehmigung frühestens Mitte kommender Woche.“ Begonnen haben Fachfirmen bereits mit der Entkernung des östlichen Gebäudeteils, das dann dem Neubau Platz machen soll. „Die mobile Heizungsanlage, die bis auf Weiteres die Sporthalle mit Wärme versorgt, wird am Donnerstag installiert.“ Gas- und Stromversorgung im Altbau müssen vor dem Abriss zurückgebaut werden.

Dem Stadtbild erhalten bleibt der Gebäudeteil aus den 90-Ern, der heute unmittelbar an die Sporthalle anschließt und zukünftig der Verwaltung der Grundschule dient. „Wobei wir die Räume modernisieren und ganz neu aufteilen“, erklärt Bernd Lange mit Hinweis auf Sekretariat, Lehrer- und Besprechungszimmer, Arbeitsräume für Rektor und Konrektor. Und: „Das Flachdach wird begrünt.“

Stellen die Planungen der neuen Sulinger Grundschule im Rathaus im Detail vor: Dirk Rauschkolb, Andreas Körner und Bernd Lange (von links)

Das so genannte Klassenhaus vergleicht Lange mit einem Stern. Bei der Draufsicht werden die fünf Klassentrakte in der Form eines Zahnkranzes angeordnet; wobei die Mitarbeiter des Architekturbüros in jedem der fünf zweigeschossigen „Zähne“ vier Unterrichtsräume unterbringen; jeweils zwei verbunden durch einen Gruppenraum. Im Zentrum des Klassenhauses hat Lange einen kreisförmigen Innenhof vorgesehen, der über die Flure erschlossen wird und der dem Schulkindergarten als Freifläche dient. Im Atrium finden je Geschoss zwei Team- und zwei Lehrmittelräume Platz. „So gewährleisten wir kurze Wege“, verspricht Andreas Körner.

Die Verbindung von Alt- und Neubau hat Bernd Lange über die Pausenhalle vorgesehen, die laut Bürgermeister Dirk Rauschkolb auch die Mensa und im Obergeschoss eine Bibliothek beherbergen wird und zusätzlich der Schule als Veranstaltungsraum dient. Rauschkolb spricht von einem Fassungsvermögen von bis zu 400 Personen, „wenn man den Bereich bestuhlt, sind es wohl noch 270 Personen“.

Zwei Musikräume berücksichtigt

Berücksichtigt im Raumkonzept sind unter anderem zwei Musikräume. Andreas Körner: „Die Schulküche wird von der ehemaligen Realschule übernommen.“ Insgesamt habe die Grundschule zukünftig Zugriff auf eine Gesamtfläche von 5 294 Quadratmetern Nutzfläche.

Ausgestattet werden alle Klassenräume mit einer dezentralen Lüftungsanlage. Die Beschickung der Fußbodenheizung übernimmt die Stadtentwicklungsgesellschaft über eine noch zu installierende Fernwärmeleitung.

Erschlossen wird das Gebäude über die Straße Am Deepenpool. Andreas Körner: „Wichtig war uns bei den Planungen, dass sich das Schulgebäude an das Ortsbild anpasst.“ Beim Bau setze man auf großformatige Kalksandsteinwände, die mit Verblendmauerwerk ausgestattet werden. Körner: „Dazwischen immer wieder Fassadenelemente, die Farbe ins Spiel bringen sollen.“

„Alles in allem ein cooles Konzept“, sagt Andreas Körner. Mit dem Beginn der Hochbauarbeiten rechnet der Geschäftsführer der „casa“-Baubetreuungsgesellschaft für März. 

oti

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